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„Güstrow kocht auf“ Gelungenes Finale auf dem Markt

Von Sieglinde Seidel | 23.08.2015, 21:00 Uhr

Letzte Ausgabe von „Güstrow kocht auf“ von Besuchern gut angenommen. Hobbyköche aus Kronshagen gewinnen SVZ-Koch-Oskar

Die Sonne lachte fast zu sehr am Wochenende, um sich die Köstlichkeiten auf dem Güstrower Marktplatz alle schmecken zu lassen. Doch viele Barlachstädter und Gäste nahmen das Angebot an, die eigene Küche kalt zu lassen und stattdessen das Schweinerückensteak, Sauerfleisch, Nudeln mit Tomatensoße oder aber die Kirschsuppe zu genießen. Schließlich hieß es nach 20 Jahren zum letzten Mal: „Güstrow kocht auf!“ Der ausgelobte SVZ-Koch-Oskar ging in diesem Jahr an Güstrows Partnerstadt Kronshagen.

Für Axel Wulff als Vorsitzenden des Fördervereins Regionale Gastronomie ist es eine tolle Veranstaltung, die am Sonnabend und Sonntag auf dem Güstrower Markt Hunderte anlockte. „Sie ist noch ein Publikumsrenner. Es ist schade, dass sie nun aus dem Kalender Güstrows heraus fällt“, sagt er. In den vergangenen Jahren hatte er mit seinen Mitstreitern versucht, die Gourmetveranstaltung aufrecht zu erhalten. Jedoch wurde es von Mal zu Mal schwieriger, da immer weitere Gaststätten, Küchen und Hotels wegblieben. Neue Ideen aber gäbe es schon, etwas Ähnliches zu etablieren.

Nur fünf Gastronomen beteiligten sich

Vom Bowlingcenter, Bürgerhaus, Gaststätte „Zur Post“ und Herrenhaus Friedrichshof sowie den Freunden der Partnerstadt Kronshagen wurden dieses Mal Talergerichte angeboten. „Schade, dass die Auswahl nicht mehr so groß ist“, sagte Andrea Schreiber aus Güstrow. Wenn sie nicht arbeiten musste, sei sie immer dabei gewesen und habe kaum eine der Veranstaltungen auf dem Marktplatz versäumt. „14 oder 15 Gaststätten waren vor Jahren dabei“, erinnert sie sich. Dennoch habe sie etwas Leckeres gefunden und sich für ein Schweinerückensteak entschieden. Die Kirschsuppe hingegen hatte es der sechsjährigen Aimee Maria Charlotte Fischer aus Waren angetan. Sie war mit ihren Großeltern gekommen und fand die Suppe lecker. Ihrem Cousin Arne Rieck (7) schmeckte hingegen seine Hähnchenbrust vorzüglich.

Doch es wurde längst nicht nur gegessen. Das kulturelle Programm startete mit dem Duo Ossenkopp, das sein Publikum mit plattdeutscher Musik begeisterte. Die Güstrower Mädels hatten im Anschluss ihr „Güstrow-kocht-auf-Lied“ in petto, ehe Maja Catrin Fritsche die Zuhörer mit Schlager der vergangenen Jahrzehnte in alten Zeiten schwelgen ließ. Gleich zwei Mal durfte die Ford Big Band aus Köln auftreten und schließlich legte DJ Mario zum Tanz auf.

„Die Ford Big Band hat tolle Stimmung auf den Markt gebracht“, lobt Bernd Carstensen, der mit zahlreichen Kronshagenern gern zu dieser Veranstaltung gekommen ist. „Es hat immer sehr viel Spaß gemacht und es wird mit Sicherheit nicht das letzte Mal für uns sein“, sagt der Bürgervorsteher. Er sei sicher, dass die auf diesem Wege gelebte Partnerschaft weiter gehen werde. Axel Wulff möchte es gemeinsam mit dem Förderverein schaffen, etwas Neues in der Barlachstadt zu kreieren. „Es wird etwas anderes, doch mit viel Kultur und auch der Termin soll bestehen bleiben“, verriet er. Und auch Uwe Liske vom Herrenhaus Friedrichshof, der seit 19 Jahren mit dabei ist, sieht das Ende von „Güstrow kocht auf“ mit einem lachenden und einem weinenden Auge. „Erste Ideen wurden entwickelt, doch es wird sicher in anderer Form weiter gehen“, sagt der Geschäftsführer.