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Heimatverein Laage Erinnerungen an Laage

Von rmai | 06.02.2014, 16:26 Uhr

Arbeitsgruppe des Laager Heimatvereins arbeitet an einem Büchlein zum Laager Stadtjubiläum im Jahr 2016

„Erinnerungen an die Stadt Laage“ lautet der Arbeitstitel für ein Büchlein, dass der Verein der Heimat und Naturfreunde zum Stadtjubiläum in zwei Jahren herausgeben möchte. 1216 war Laage erstmals urkundlich erwähnt worden, als ein Laager Bürger das Laager Moor kaufte. Dabei geht es dem Heimatverein keineswegs um einen historischen Abriss, vielmehr sollen alte Laage Geschichten erzählen, an Dinge erinnern, die heute kaum mehr im Bewusstsein der Menschen sind und irgendwann vergessen werden.


Themen: Großbrand, Ziegenherde und Ackerbürger

Vereinsvorsitzender Manfred Walter kann von 15 Beiträgen berichten, die bereits vorliegen. Weitere fünf seien angekündigt. Damit könne man schon etwas anfangen, meint er. Jürgen Köster schreibe über eine Stadtkapelle, die es um 1930 gab, Herrmann Werth über eine Großbrand im Jahr 1928, der Gebäude zwischen Hauptstraße und Kirche vernichtete, Sigrid Freiheit über eine Ziegenherde in den Laager Tannen und Fritz Abs über Ackerbürger und Handwerker. „Herrmann Knorr, der in der Stadtverwaltung arbeitete, wird Rathausgeschichten beisteuern“, fügt Manfred Walter außerdem hinzu. Darüber hinaus fände sich in den Vereinsarchiven noch dieses und jenes. Der Vorsitzende benennt unter anderem eine Abhandlung über die Geschichte der Juden in Laage, über die Wassermühle am Rostocker Tore und einen Aufenthalt des Schwedenkönigs Gustav IV. Adolf im Jahr 1806. Der Verein verfügt weiterhin über zahlreich historische Fotos. Diese könnten in einer Gegenüberstellung zu aktuellen Fotos ebenfalls einige Seiten füllen, denkt Walter.

Alle Mitglieder einer Arbeitsgruppe (Ernst-August Dahl, Käthe und Manfred Walter, Fritz Abs, Rosemarie Eggert, Ingrid Lindemann und Erika Weigel) schauen sich jetzt die Beiträge genau an. Im März/April werde man sich zusammensetzen und darüber befinden, was für das Buch geeignet ist, kündigt Walter an. „Es wird ein Büchlein mit interessantem Lesestoff für die Laager und ehemalige Bewohner der Stadt“, ist sich der Vereinsvorsitzende sicher.


Heimatverein sucht Sponsoren für Buchprojekt

Man denke an ein Buch mit etwa 100 Seiten, das in einer Auflage von 100 bis 150 Stück erscheinen könnte. Knackpunkt, so Walter, sei weniger der Inhalt, sondern vielmehr die Finanzierung des Vorhabens. Erste Angebote von Druckereien habe der Verein bereits eingeholt. „Die liegen zwischen 2100 und 3200 Euro. Das müssen wir erst einmal zusammenbekommen“, betont der Vereinsvorsitzende. Man wolle versuchen von der Stadt eine Förderung zu erhalten und habe auch schon eine Liste möglicher Sponsoren, die befragt werden sollen, aufgestellt. Über einen möglichen Kredit möchte man zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht nachdenken. Beim Geld, das macht Walter noch einmal klar, halte es der Verein wie bisher mit der schwäbischen Hausfrau. In ein finanzielles Abenteuer werde man sich nicht stürzen. Erst wenn die Finanzierung geklärt ist, könne man sagen, ob es 2016 die „Erinnerungen an die Stadt Laage“ tatsächlich geben wird.