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Meine Heimat – Meine Zeitung Ein Leben für die Kinder der Region

Von CAWE | 06.02.2014, 06:00 Uhr

Dörte Schmidt ist mit Leib und Seele Amtsjugendpflegerin und eines der Gesichter der neuen SVZ-Werbekampagne

„Die Arbeit mit Menschen war immer mein Traum – besonders Kinder- und Jugendliche haben es mir angetan“, resümiert Dörte Schmidt mit einem Lächeln auf den Lippen. Die 46-Jährige ist ein bekanntes Gesicht in der Barlachstadt und den umliegenden Dörfern und Gemeinden. Nicht nur, weil sie als eines der neuen Werbegesichter der Schweriner Volkszeitung von den Plakaten in den Bussen lächelt, sondern weil sie sich seit Jahren für die Kinder- und Jugendarbeit in der Region einsetzt. In der neue SVZ-Werbekampagne bekennt sie: „Ich lese die SVZ, weil ich alles aus meiner Region erfahre.“

In Güstrow geboren zog sie ihre Ausbildung zur Zootechnikerin für Rinderproduktion aufs Land. „Schon mein Vater war in der Landwirtschaft und so habe ich eben auch einen Beruf in dieser Branche ergriffen. Das hat mir lange Zeit viel Freude gemacht“, sagt Dörte Schmidt heute. Nach der Ausbildung schloss sich die kniffelige Frage nach einem geeigneten Studienfach an: „Meine Lehrausbilderin Margarete Golatowski hatte eigentlich schon damals den richtigen Riecher. Sie sagte: Du bist ein geborener Erzieher.“ Doch anstatt ein pädagogisches Fach in Schwerin zu studieren ging Dörte Schmidt zunächst nach Bockhorst und lernte Agraringenieurin für Tierproduktion.

1994 lockte der Posten als Projektleiterin im Förderverein Region Güstrow. „Weil ich noch so jung war, bekam ich gleich den Bereich Kinder- und Jugendarbeit angeboten und seither zieht er sich wie ein roter Faden durch mein Leben“, resümiert die gebürtige Güstrowerin, die sich seit vielen Jahre ehrenamtlich für den Schwiesower Freizeit- und Kulturtreff stark macht. „Als ich anfing war der Jugendclub in unschönen Räumen untergebracht und es gab keinen Gemeindetreff im Ort – nur drei Jahre später eröffneten wir im alten Speicher ein Dorfgemeinschaftshaus“, erzählt Dörte Schmidt stolz.

Ihre berufliche Erfahrung bei der Akquise von Fördermitteln half ihr besonders bei ihrem ehrenamtlichen Engagement und die Freude an der Arbeit mit Kindern- Jugendlichen war für Dörte Schmidt stets das Tüpfelchen auf dem i. Auch heute – obwohl sie längst nicht mehr in Groß Schwiesow lebt – ist die 46-Jährige eng mit dem Freizeit- und Kulturtreff verbunden. „Ich werde immer wieder gefragt ob ich im Speicher lebe und irgendwie ist er auch beinahe wie ein zweites zu Hause für mich“, sagt Dörte Schmidt.

Heute ist sie Amtsjugendpflegerin im Amt Güstrow-Land und fühlt sich angekommen. Nun macht sie das, was ihr ihre Ausbilderin Margarete Golatowski bereits vor fast 30 Jahren geraten hatte. Dörte Schmidt arbeitet mit Kindern und Jugendlichen und macht eine berufsbegleitende Ausbildung zur Erzieherin.

„Ich wollte einfach einen vollwertigen pädagogischen Abschluss machen“, sagt sie und fügt hinzu: „Weiterbildung finde ich sehr wichtig und in meinen Augen ersetzt eine gute Praxis noch lange keine gute Theorie.“ Am Herzen liege ihr besonders der gute Kontakt zu den Eltern ihrer Schützlinge und die damit einhergehende Vertrauensbasis. Gerade im ländlichen Raum sei das von enormer Bedeutung – manchmal sei sie da auch eher „Sozialraummanager“, als Jugendsozialarbeiter, wie sie sagt. Das könne auch mal anstrengend werden, daher liebe sie ihre kleine Insel der Ruhe: ihr zu Hause. „Ich lebe ganz abgeschieden in Wilhelminenhof. Dort kann ich für mich sein. Mein Handy lege ich weit weg – meist hat es ohnehin keinen Empfang. Dort habe ich meine Ruhe“, schwärmt die Powerfrau, die in ihrer Freizeit Zumba (eine Kombination von Aerobic und lateinamerikanischem Tanz) macht, Volleyball spielt und kein Hansa-Spiel verpasst.

Es gab Zeiten da habe sie sich zu viel zugemutet und habe lernen müssen abzuschalten. „Sport ist mein Ausgleich zum stressigen Berufsalltag“, sagt die Mutter einer Tochter heute. Und obwohl sie oft noch bis in die späten Abendstunden arbeitet, liebt sie ihren Job. „Freitags hat der Lüssower Jugendclub immer bis 21 Uhr geöffnet und dann koche ich gemeinsam mit den Kindern und Jugendlichen – das ist ein richtiges Ritual geworden“, erzählt Dörte Schmidt. Dabei stehe nicht alleine das Kochen sondern auch der Einkauf vorweg und das Putzen hinterher auf dem Plan. „Das ist lernen für’s Leben und wir haben dabei riesigen Spaß. Leider ist unser Herd samt Backofen unlängst kaputt gegangen und nun steht unser Ritual auf der Kippe“, sagt die Amtsjugendpflegerin, die nun gemeinsam mit ihren Kids auf eine freundliche Spende hofft.

Der Freude an ihrem Beruf tut dies jedoch keinen Abbruch. Dörte Schmidt kümmert sich mit Leib und Seele um die Belange der Kinder und Jugendlichen in der Region. Das ist auch der Grund warum sie sich seit einigen Jahren auch politisch sowohl im Kreistag als auch im Jugendhilfeausschuss engagiert. „Ich setze mich dafür ein, dass für die Jugend- und Schulsozialarbeit vernünftige Bedingungen im Kreis geschaffen werden – notfalls streite ich mich dann auch schon mal“, sagt sie mit einem Lächeln auf den Lippen.

Für Dörte Schmidt ist das eine Herzenssache und nicht zuletzt darum ist sie auch eines der Gesichter unserer Zeitung.