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SVZ-Wochenend-Interview „Des ischs gröschde!“

Von Redaktion svz.de | 09.12.2017, 12:00 Uhr

20 Fragen an Frank Claus: Der 54-jährige Schwabe engagiert sich in der Laager Kirchengemeinde und ist leidenschaftlicher Radfahrer.

Frank Claus, geboren 1963 in Stuttgart, lebt seit 1994 in Laage. Er ist nicht nur im Kirchengemeinderat der Laager Christophorus-Kirchengemeinde sowie im Kirchenkreis Mecklenburg aktiv, sondern außerdem als begeisterter Radsportler beim Radklub Laage. Für den Allgemeinen Deutschen Fahrrad Club organisiert er zudem die jährlichen Feierabendradtouren in Güstrow. Frank Claus machte eine Ausbildung zum Landschaftsgärtner in Stuttgart und studierte 1988 bis 1992 Landschaftsarchitektur in Osnabrück. Dort lernte er auch seine Frau Brigitte kennen. Seit 1992 ist er als Landschaftsarchitekt tätig, seit 1996 selbstständig. Nach einer vierwöchigen Radtour durch Mecklenburg-Vorpommern im Jahr 1991 fassten er und seine Frau den Entschluss: „Da wollen wir leben!“

Wo ist Ihr Lieblingsplatz?Irgendwo draußen in möglichst intakter und unberührter Natur.

Wenn Sie morgen Bürgermeister wären, was würden Sie in Ihrem Wohnort als erstes ändern?Eigentlich fühle ich mich hier so wohl wie es ist – was vielleicht fehlt, sind alltagstaugliche Radwege entlang der Bundesstraßen, aber da kann ein Bürgermeister auch wenig ausrichten.

Wo kann man Sie am ehesten treffen?Auf dem Fahrrad oder in der S-Bahn.

Womit haben Sie Ihr erstes Geld verdient?Im Landschaftsarchitekturbüro meines Vaters mit Pläne kolorieren (bunt machen) – das machte man noch bis zu meinen Studienzeiten von Hand.

Wofür haben Sie es ausgegeben?Für Schallplatten – die gibt’s auch alle noch!

Was würden Sie gerne können?Gelassen bleiben.

Was stört Sie an anderen?Arroganz, Egoismus und Ignoranz.

Worüber haben Sie zuletzt herzlich gelacht?Über einen guten Spruch vom WG-Mitbewohner unseres Sohnes, als wir beim Umzug geholfen haben – aber der bleibt unter uns.

Was haben Sie zuletzt Unvernünftiges getan?Da muss ich passen, eigentlich stehe ich zu allem was ich so getan habe in letzter Zeit, auch wenn es Außenstehende vielleicht als unvernünftig ansehen.

Wer ist Ihr persönlicher Held und warum?Helden sind jetzt eigentlich nicht so mein Ding. Aber ich bewundere Menschen, die konsequent handeln und zu dem stehen was sie tun – da fallen mir dann Leute ein wie der frühere Umweltminister Klaus Töpfer oder Bono von U2, aber auch Menschen von nebenan wie z.B. Claus Ruhe Madsen, der die Hanse-Tour Sonnenschein weiterführt, trotz seiner Belastung als Chef von Möbel-Wikinger und IHK-Präsident.

Welches Buch lesen Sie gerade?Ken Follett „Das Fundament der Ewigkeit“.

Welche Fernsehsendung verpassen Sie nie?Wir haben seit 20 Jahren keinen Fernseher mehr. Ich schaue aber zu gerne Krimis in der Mediathek an – aber hohen Stellenwert messe ich dem Fernsehen nicht bei.

Wo trifft man Sie eher: bei einer Karnevalsfeier oder bei einem Fußballspiel?Weder noch – das sind genau die Dinge, wo man mich eher nicht trifft. Lieber ein schönes Konzert.

Wen würden Sie gerne mal treffen?Sven Regener von „Element of Crime“. Ich liebe die Bücher, die Musik und die Filme.

Wenn Sie kochen: Was kommt dann bei Ihnen auf den Tisch, griechische, italienische, chinesische oder deutsche Gerichte?Schwäbische Küche – des ischs gröschde.

Mit welchem Lied verbinden Sie Ihre schönste Erinnerung?„Herr Deine Liebe“ – ein Lied aus alten Zeiten beim Evangelischen Jugendwerk, das wir uns in Laage 1995 für unsere Hochzeit gewünscht hatten – und was dann der Pastor auf der Gitarre gespielt hat, weil der Kantor so was Modernes nicht spielen wollte.

An welches Geschenk erinnern Sie sich noch gerne und von wem haben Sie es bekommen?An unseren Sohn Lukas – das schönste Geschenk.

Welchen Traum möchten Sie sich noch erfüllen?Wieder ein Segelboot zu haben – und Zeit zum Segeln.

Wie gestalten Sie ihre Freizeit als Rentner?Wie ich mich kenne, ist da dann nicht viel mit Freizeit als Renter – aber Segeln und Radfahren bleiben ein guter Zeitvertreib.

Wem sollten wir diese Fragen ebenfalls stellen und warum?Arnold Fuchs aus Güstrow. Ihn durfte ich in der mecklenburgischen Landessynode kennenlernen und ich finde ihn eine bemerkenswerte Persönlichkeit.