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Internationaler Tag Der Nil im Klassenzimmer

Von Christian Menzel | 24.03.2018, 05:00 Uhr

In der Ecolea Güstrow organisierten die Schüler gestern erstmals einen internationalen Tag.

Multikulturell ging es in der Ecolea Güstrow gestern am letzten Tag vor den Osterferien zu. Auf dem Stundenplan stand erstmals ein internationaler Tag, der von den Schülern organisiert wurde.

Die Idee dazu kam von zwei Seiten. Schülersprecher Heinrich Jaeger hatte vom Landesschülerrat die Anregung mitgebracht, etwas ganz allein von Schülern Gestaltetes auf die Beine zu stellen. Und Julianne Stange hatte die Aufgabe, im Rahmen ihres Freiwilligen Sozialen Jahres an der Schule ein Projekt zu organisieren. „Die Ecolea führt ja die Bezeichnung ‚Internationale Schule’ im Namen. Da war die Richtung meiner Ideen vorgegeben“, erinnert sich Julianne Stange. Schließlich überzeugten beide die Schulsozialpädagogin Bianca May, ihren sozialen Tag, den es seit 2015 gibt, zu „opfern“ und dafür erstmals den internationalen Tag auf den Stundenplan zu setzen.

Zurzeit lernen über 260 Schüler in zwölf Klassen in der Ecolea. „Wir haben ganz verschiedene internationale Beziehungen. So lernen Gastschüler aus China und der Türkei bei uns, Austauschschüler waren schon in Ländern wie Mexiko, den USA oder Australien und die Ecolea selbst hat Partnerschulen in Schweden“, zählt Heinrich Jaeger auf. Aus diesem Geflecht wurden zwölf Länder den zwölf Klassen zugelost. Einen Vormittag lang beschäftigten sich die Schüler mit ihren jeweiligen Ländern, stellten das Besondere heraus und entwickelten eine Vielzahl origineller Ideen. Die Schüler der 6a beispielsweise, die Ägypten gezogen hatten, ließ den Nil quer durch ihr Klassenzimmer fließen. Die 5b, an deren Zimmertür die italienische Flagge prangte, lud zu einem Stadtrundgang durch Rom und einen Ausflug in die Welt der Götter ein. Und natürlich gab es stilvoll Pizza zur Mittagszeit.

Im „brasilianischen Klassenraum“ symbolisierte ein Fußballtor die Lieblingssportart des Landes und in China konnten die Besucher Tee trinken und sich in Tai-Chi erproben. Apropos Besucher: Das waren die Schüler selbst, die am Nachmittag innerhalb der Stationen rotierten und so die Arbeit der Mitschüler kennen lernten. Unterwegs war auch eine Jury, die die Siegerklasse mit dem mit einer Weltkugel verzierten Wanderpokal auszeichnete.

Denn Wanderpokal heißt, dass der internationale Tag seine Fortsetzung finden soll. „Es war toll zu sehen, wie sich Schüler und Lehrer zusammenrauften, gemeinsame Ideen entwickelten und trotzdem unheimlichen Spaß hatten“, resümierte die Schulsozialpädagogin, der es um ihren verlorenen sozialen Tag nicht allzu leid tat.