Ein Angebot des medienhaus nord
Ein Artikel der Redaktion

Krakow am See Breiteren Radweg abgelehnt

Von Eckhard Rosentreter | 14.03.2018, 12:00 Uhr

Mehrzahl der Stadtvertreter in Krakow am See gegen Ausbau.

Verlockendes Angebot: Bei 71 000 Euro Stadtanteil würde das Straßenbauamt Stralsund den Geh- und Radweg von der Wilhelm-Pieck-Straße bis Blechern Krug in Krakow am See verbreitern. Hintergrund: Der kombinierte Weg, da an der Landesstraße 37 gelegen in Zuständigkeit des Landesamtes, ist mit seinen zwei Breitenmetern nur stadtauswärts für Radfahrer zugelassen.

Gebaut einst im Zusammenhang mit der Verlegung einer Abwasser-Druckleitung nach Charlottenthal, fehlt es ihm für erlaubten Gegenverkehr an genau einem halben Meter Breite. Um den einseitigen Abschnitt des Internationalen Radweges für beide Fahrtrichtungen fit zu machen, wären insgesamt 290 000 Euro aufzuwenden. Der vorhandene Weg ist auch in die Jahre gekommen, weist nach wiederholten kleineren Bauarbeiten an verschiedenen Stellen Versackungen auf.

Aber: Die Mehrheit der Krakower Stadtvertreter will auf die Offerte nicht eingehen. „Noch nie gab es dort einen Unfall. Das Geld sollten wir lieber sparen“, sagt Hilmar Fischer (Die Linke). Fraktionschef Christoph Küsters stimmt zu: „Wir brauchen 80 000 für den Jugendklub und sollen hier 71 000 reinstecken – das passt nicht.“

Michael Bock (CDU), möchte zudem nicht, dass „der schon so schmale Grünstreifen zubetoniert“ wird. Dagegen ist Wolfgang Fentzahn (CDU) für den Ausbau. „Es werden Jahr für Jahr mehr Radler“, sagt er.