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Jahresrückblick Brandkatastrophe in Güstrows Altstadt

Von rmai | 27.12.2017, 05:00 Uhr

Unsere Zeitung blickt heute auf die Ereignisse und Geschichten von Januar bis März in Güstrow, Laage und Krakow am See zurück.

Januar

•  Von Winter kann nicht wirklich die Rede sein, da verwundert es nicht, dass die Bärenbrüder Fred und Frode im Wildpark ihren Winterschlaf schon Anfang Januar beendet haben.

• Die Freiwillige Feuerwehr Hohen Sprenz startet neu durch. Wehrführer Ronny Dannehl, der nicht im Ort wohnt, seine Stellvertreterin Doreen Affeldt und Fördervereinsvorsitzender Michael Ruschke – ein Kabarettist – sichern die Existenz der kleinen Wehr.

• Trübsinn auf der Hühnerstange: Die Vogelgrippe und die damit verbundenen Stallpflicht für Hühner, Enten und Co. macht den Tieren und ihren Besitzern zu schaffen. Bis in den April hinein wird das Elend anhalten.

• Jahrelang wurde am Ärztehaus an der Goldberger Straße – freundlich formuliert – kreativ geparkt. Privateigentümer, Stadt und Landkreis ließen den Schwarzen Peter wandern. Am Ende gab es doch eine Lösung. Jetzt wird die Zufahrt nicht mehr zugeparkt – geht doch!

•  Auf dem Distelberg in Güstrow entsteht ein Begegnungszentrum. Dahinter steht das Projekt „Der Leuchtturm“ der Landeskirchlichen Gemeinschaft. Schon im Sommer wird Einweihung gefeiert.

•  Nach nur gut zwei Jahren und vor Vertragsablauf verlässt Rainer Schwarz den Flughafen Rostock-Laage und übergibt den Geschäftsführerposten an Dörte Hausmann. Nach einen Rekordjahr bei den Passagieren 2016 wird ein weiteres 2017 hinzu kommen.

Februar

• Vor Ablauf der Legislaturperiode legt Ilka Lochner (CDU) nach sechseinhalb Jahren das Amt als Bürgermeisterin in Laage nieder und wechselt in die Landesvertretung Mecklenburg-Vorpommern nach Berlin.

•  In Prüzen ist aus dem ehemaligen Kindergarten ein Dorfgemeinschaftshaus geworden. Die Gemeinde investierte knapp 400 000 Euro in die Sanierung.

• Eine großzügige Spende macht es möglich: Der Utkiek in den Heidbergen – längst verrottet und verschwunden – soll durch einen neuen Stahlturm ersetzt werden. Die Güstrower Stadtvertreter geben grünes Licht. Gebaut wird 2018 oder 2019.

• Ein nächtlicher Brand zerstört das Haus Nr. 3 in der Gleviner Straße. Heftig wird die Diskussion um Erhalt oder Abriss der Brandruine in Güstrow geführt. Am Ende wird das Haus zerlegt.

• Meilenstein für die Historische Bibliothek als Teil der Uwe-Johnson-Bibliothek Güstrow. Titel werden in die Datenbank des gemeinsamen Verbundkataloges eingepflegt und sind somit weltweit recherchierbar – ein Projekt in Zusammenarbeit mit der Universitätsbibliothek Rostock.

März

• In Güstrow ist die Idee eines interkulturellen Gartens an der Werner-Seelenbinder-Straße in der Südstadt geboren. Mitstreiter finden sich im Laufe des Jahres. Anfang November wird zum Auftakt ein Baum gepflanzt werden.

• Der Landkreis Rostock legt eine Bevölkerungsprognose vor: Der nördliche Teil des Landkreises wächst, der südliche Teil verliert weiter Einwohner.

•  Bevor die schmerzliche Brandlücke am Domplatz in Güstrow durch einen Neubau wieder geschlossen wird, sind die Archäologen am Wert. Viel finden sie nicht an dieser doch so bedeutsamen Stelle.

• Landkreis und Stadt Güstrow rufen erstmals gemeinsam zu einer Laienkunstausstellung auf. Alle sind gespannt auf die Resonanz. Ergebnis ist eine wunderschöne Ausstellung über den Sommer in der Wollhalle.

• Frischer Wind im Kreisverband der Gartenfreunde Güstrow: Horst Arndt nimmt seinen Abschied. Andrea Bröckelschen übernimmt den Vorsitz.

• In Mühl Rosin ist man sich einig: Aus einem alten Schulhaus soll ein Mehrzweckhaus mit Platz für Vereine und die Schulspeisung werden. Dazu muss saniert werden. Fördermittel sind schon da.

• Der kampflosen Übergabe der Stadt Güstrow im Mai 1945 soll im Jahr 2020 – also 75 Jahre danach – würdig gedacht werden. Aber wie macht man es richtig? Monatelang wird darüber diskutiert, jedes Wort auf die Goldwaage gelegt.

• In Krakow am See hätte unter die Wokra-Affäre ein Schlussstrich gezogen werden können. Doch eine Selbstverpflichtung im Umgang von Stadt, Mandatsträgern und ihren kommunalen Unternehmen wird von der Stadtvertretung abgelegt. Chance verpasst!

•  Kehrtwende in Sachen Stahlhof in Güstrow: Die Stadtvertreter beschließen Verkauf und Erschließung der Grundstücke in private Hände zu geben. So soll endlich Schwung in die Sache kommen. Ein frommer Wunsch!