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Nach Messerattacke in Lalendorf Bewährungsstrafe für 15-Jährigen

Von svz | 09.11.2012, 06:15 Uhr

Für eine lebensgefährliche Messerattacke ist ein 15-Jähriger zu einem Jahr und drei Monaten Jugendstrafe auf Bewährung verurteilt worden. Er hatte sein Opfer im Dezember 2011 vor der Schule in Lalendorf niedergestochen.

Eine Jugendstrafe von einem Jahr und drei Monaten wurde gegen einen 15-Jährigen verhängt. Die Vollstreckung der Strafe, so informiert das Amtsgericht Güstrow, sei zur Bewährung ausgesetzt. Der Jugendliche, der inzwischen in einem Heim lebt, hatte am 19. Dezember vergangenen Jahres einem gleichaltrigen Schüler vor der Schule in Lalendorf einen Messerstich in den Unterbauch versetzt (SVZ berichtete). Der Geschädigte wurde mit lebensgefährlichen Verletzungen in das Krankenhaus Güstrow gebracht, wo er zweimal notoperiert werden musste.

Bei einem zunächst verbal geführten Streit der damals 14-Jährigen an der Bushaltestelle vor der Schule wurde die Freundin eines der beiden Beteiligten bei einem Schlichtungsversuch von einem Schlag getroffen. Dadurch eskalierte das Gerangel derart, dass einer der beiden ein Klappmesser zog und dem Gegenüber in den Bauch stach.

Der Täter war mit seiner Freundin damals in den nächsten Bus gestiegen und nach Güstrow gefahren, wo er zu Hause ist. Polizeibeamte stellten ihn in seiner Wohnung. Zu der Zeit war er bereits durch Sachbeschädigungen und Körperverletzungen bekannt.