Güstrow: Schuldt will Stadtchef bleiben

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08. Juli 2010, 09:27 Uhr

Güstrow | Der Hut ist in den Ring geworfen. Bürgermeister Arne Schuldt ist seit Mittwoch Abend Bürgermeisterkandidat der SPD. Von 13 Genossen im Ortsverein - der Verein hat 60 Mitglieder - erhielt Schuldt ein Ja, einer enthielt sich. Die Mitglieder folgten dem Vorschlag des Vorstandes. Schuldt hatte vorher in einer öffentlichen Mitgliederversammlung seine Bereitschaft erklärt, wieder als Parteiloser für die SPD zu kandidieren.

Martin Clemens, stellvertretender Ortsvorsitzender: "Besonderes Lob gab es für seine Bemühungen zur Sanierung der Altstadt, sein Engagement für das Biogaswerk, für seinen Kampf für Güs trow als Kreisstadt im zukünftigen Großkreis und die Unterstützung der Güstrower Senioren." Der Ortsverein stehe zu seinem Kandidaten, der eine eigene Meinung hat und der als Güstrower Urgestein für eine weiterhin positive Entwicklung der Stadt trotz angespannter Haushaltslage hart arbeite, so Clemens. Der führt außerdem die konstruktive Zusammenarbeit zwischen Bürgermeister und SPD-Fraktion an. Auf diesem Weg wolle man weitermachen.

Nur am Rande, so Clemens, sei im Ortsverein eine Kandidatur von Laages bald Ex-Bürgermeister Uwe Heinze diskutiert worden. Der war vom SPD-Kreisvorsitzenden Norbert Nieszery nach der Wahlniederlage in Laage ins Gespräch gebracht worden. Er hatte geäußert, dass die SPD den "besten Bürgermeister" verloren habe. Clemens meint, dass es nach solch einer Wahlniederlage keinen Sinn gehabt hätte, in Güstrow gegen einen starken Amtsinhaber anzutreten.

Arne Schuldt freut sich über die Nominierung, an der er nicht gezweifelt hat. "Es ist eine Bestätigung meiner Arbeit", sagt er. Er sei bei seiner Wahl vor sieben Jahren für Sachlichkeit, Zielstrebigkeit und Gerechtigkeit angetreten. Das sehe er als erfüllt an, so Schuldt. Wäre er nicht aufgestellt worden, wäre er als Einzelkandidat angetreten. Schuldt: "Als Amtsinhaber muss ich das laut Kommunalwahlgesetz einmal sowieso tun." Er erklärte gestern aber auch, dass er mit anderen Parteien wie der FDP und Bündnis 90/Die Grünen reden werde, zwecks Unterstützung oder als gemeinsamer Kandidat für mehrere Parteien.

Bei seinem "Intimfeind" CDU rechnet Schuldt mit einem eigenen Kandidaten, betont aber, dass er keine Feinde habe. Allerdings räumt er ein, dass er bei dieser Partei in der Kritik stehe. Beispiele seien Haushaltssicherungskonzept, das "Verkehrschaos" in der Innenstadt, der Standort Hasenwaldschule oder die Parkplatzsituation Kongresshalle.

Andere Kandidaten gibt es bisher nicht. Das erklärten gestern CDU, FDP, Linke und Bündnis 90/Die Grünen. Schuldt setzte sich 2004 in einer Stichwahl gegen Thomas Duve (Einzelkandidat) durch, nachdem Hans-Dieter Murr (CDU) aus persönlichen Gründen nicht antrat. Gewählt wird in Güstrow am 31. Oktober. Bis 30. August, 18 Uhr, müssen Kandidatenvorschläge eingegangen sein.

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