Güstrow: Amokfahrt mit Sattelschlepper

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26. Juli 2010, 08:33 Uhr

Güstrow | Großeinsatz von Polizei und Feuerwehr in der Nacht zu gestern in Güstrow: Ein stark alkoholisierter Lastwagenfahrer überfuhr eine Verkehrsinsel in der Rostocker Chaussee, riss sich dabei den Tank auf und verlor bei seiner Flucht vor der Polizei knapp 300 Liter Diesel. Kameraden der Güstrower Feuerwehr und des Gefahrgutzugs aus Krakow am See waren die halbe Nacht beschäftigt, um den Schaden zu beseitigen.

Der 49-jährige Fahrer aus dem Landkreis Güstrow war kurz nach Mitternacht in seinem 40-Tonner mit einem Atemalkoholwert von 2,88 Promille in Güstrow unterwegs, informiert Hans-Joachim Kracht, Leiter des Polizeireviers Güstrow. "Zufällig errichteten unsere Kollegen gerade eine Geschwindigkeitskontrolle in der Rostocker Chaussee", so Kracht. Als der Lastwagenfahrer die Beamten sah, habe er versucht auszuweichen und sei über die Verkehrsinsel auf Höhe Lidl gefahren. Hier passierte das Unglück: Einer der Tanks des Sattelschleppers riss und Diesel verunreinigte die Straße. Ohne anzuhalten versuchte der Lastwagenfahrer dann zu flüchten, fuhr mehrere Schilder um und konnte erst im Bredentiner Weg gestoppt werden. Neben dem Fahrersitz lagen zwei leere Bierflaschen, so die Polizei.

Sofort rückten 32 Kameraden der Feuerwehr Güstrow und des Gefahrgutzugs Krakow am See an. Markus Paschen war Einsatzleiter vor Ort: "Wir haben das Leck im Tank gestopft und die Krakower haben den Lastwagen komplett enttankt, knapp 960 Liter." Dann machten sich die Einsatzkräfte an die Beseitigung der Dieselspur auf hunderten Metern Straße. "Mit Bindemittel wurde alles abgestreut. Der Stadtbauhof hat es dann abgesaugt", so Paschen.

Gegen den 49-jährigen Berufskraftfahrer wird jetzt wegen Gefährdung des Straßenverkehrs, Unfallflucht und Sachbeschädigung ermittelt.

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