Grünes Licht für Schulbusse

von
01. Februar 2010, 09:51 Uhr

Gadebusch | Trotz drohenden Neuschnees werden auch heute früh die Busse in Nordwestmecklenburg fahren und tausende Kinder und Jugendliche zur Schule bringen. Das kündigte gestern Nachmittag Kreis-Pressesprecherin Petra Rappen an. "Die Busse fahren. Aber es kann keine reibungslose Beförderung garantiert werden. Es kann zu witterungsbedingten Einschränkungen kommen", sagte Rappen. Probleme soll es vor allem auf Nebenstrecken geben. Allein gestern gab es Probleme bei der Schülerbeförderung auf der Insel Poel und Bad Kleinen. Auch vier Busse des Gadebuscher Unternehmens SGS Bus und Reisen steckten kurzzeitig fest. Es kam zu Verzögerungen, niemand wurde verletzt. "Die Sicherheit der Fahrgäste ist unser oberstes Prinzip", sagte SGS-Chef Andreas Helms.

Bereits am Wochenende hatte Wintersturm "Keziban" den Nordwestkreis teilweise lahmgelegt. Unter einer bis zu 40 Zentimeter hohen Schneedecke verschwanden Straßen und Wege. Ganze Dörfer waren so zunächst von der Außenwelt abgeschnitten. Gut dran waren all jene, die sich selbst zu helfen wussten, wie die Bewohner Ganzows. "Wir haben gar nicht lange gefackelt", erklärt Nicole Kunz. Mit schwerem Gerät machten sich die Ganzower mit schwerem Gerät selbst ans Werk. Ganze zwei Stunden waren Maik Kunz, Maik Krüger und Steffen Bender im Einsatz, um die Dorfstraßen von den Schneemassen zu befreien. Mit ihren Treckern schoben sie Hauseinfahrten frei und räumten die Verbindung zur Bundesstraße. Hier bekamen sie Hilfe von Gadebuschern, die kurzfristig die Straße sperrten, damit die Ganzower mit ihren Treckern wenden konnten.

"Wenn wir nicht angefangen hätten, alleine zu schieben, wären wir bis zum Nachmittag noch nicht aus dem Dorf gekommen", berichtet Nicole Kunz. Denn erst nachmittags traf auch der Winterdienst in Ganzow ein, doch bis dahin hatten die Dorfbewohner schon selbst ganze Arbeit geleistet. Und darin sind sie in diesem Winter schon geübt: bereits bei Sturmtief "Daisy" hatten sie Eigeninitiative bewiesen und den Winterdienst selbst in die Hand genommen.

Gefragt war am Wochenende erneut das Technische Hilfswerk Gadebusch. Nachdem bereits am vergangenen Mittwoch Helfer des THW-Ortsverbandes nach einem Wasserschaden in einer Gaststätte in der Gadebuscher Innenstadt eine Lehmdecke abfangen mussten, ging es nun nach Crivitz. Dort drohte die Holzbalkendecke eines Festsaales unter der Schneelast einzustürzen. Insgesamt 22 Einsatzkräfte aus dem Ortsverbänden Parchim und Gadebusch machten sich auf den Weg zum Einsatzort. Der Zugtrupp aus Parchim sicherte die Einsatzstelle ab, die Bergungsgruppen aus Gadebusch wurden mit der Abstützung der Saaldecke beauftragt. Zwar beseitigten die Spezialisten die Einsturzgefahr. Das Gebäude ist aber bis auf weiteres gesperrt.

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen