Grüne Pracht ist heiß begehrt

Yvonne Beese kam aus Neu-Bernitt  zum Tannenbaum-Verkauf nach Rühn. Sie suchte einen Baum für die Wohnstube.
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Yvonne Beese kam aus Neu-Bernitt zum Tannenbaum-Verkauf nach Rühn. Sie suchte einen Baum für die Wohnstube.

Forstamt Schlemmin verkauft auf Rühner Klostergelände Nordmann- und Coloradotannen / Besonders großer Ansturm schon vor Verkaufsbeginn

svz.de von
15. Dezember 2013, 21:33 Uhr

Einige Weihnachtsfreunde konnten es nicht abwarten – sie kamen bereits eine halbe Stunde vor Beginn des Weihnachtsbaumverkaufs in Rühn zum Abholplatz auf dem Klostergelände. „Die Leute haben uns die noch eingenetzten Bäume quasi vom Transporter gezogen“, sagt André Köppen, zuständig für Öffentlichkeitsarbeit im Forstamt Schlemmin. Erstmals veranstaltete es seinen Tannenbaum-Verkauf während des Weihnachtsmarktes im Kloster Rühn. „Wir möchten das Kloster mit unserer Präsenz unterstützen“, sagt Gabriele Möller, stellvertretende Forstamtsleiterin. Es habe immer zwei Märkte gegeben, und die Leute hätten zunächst bei ihnen und dann in Rühn oder umgekehrt geguckt. Nun erhalte man die Bäume in Rühn. Auch der Klosterverein ist mit dieser Lösung glücklich. „Wir hatten keinen Anbieter mehr und da war der Anruf vom Forstamt Schlemmin ein sehr positives Signal“, sagt David Pilgrim, Vorstandsmitglied im Klosterverein Rühn.

Die Besucher konnten zwischen 400 Nordmanntannen und 100 Coloradotannen wählen. Bereits gegen 9 Uhr waren 200 Bäume verkauft. „Die Nordmanntannen stammen aus Schleswig-Holstein, weil wir den Bedarf mit unseren eigenen Plantagen nicht mehr decken können“, sagt Gabriele Möller. Die Coloradotannen seien jedoch im Revier Tarnow geschlagen worden. Diese Bäume habe weiche, grau-grün schimmernde Nadeln und halten länger als die gemeine Fichte, fügt Möller hinzu.

Derweil suchen Sieglinde und Rüdiger Wolf aus Steinhagen nach dem passenden Weihnachtsbaum. „Ich finde es gut, dass der Verkauf nun in Rühn ist“, sagt Sieglinde Wolf. Es sei dichter für sie und angenehmer hier. Sie bräuchte gleich zwei Bäume – einen für sich und einen für die Schwiegermutter. „Geschmückt wird unsere Tanne aber erst am vierten Advent“, sagt Sieglinde Wolf. Die Enkelkinder freuen sich immer, wenn sie den liebevoll gestalteten Baum sehen, so Wolf.

Beim Schmücken wird sicherlich Tony Beese seiner Mutti Yvonne helfen. Die beiden haben ebenfalls in Rühn nach dem passenden Nadelbaum für ihre Wohnstube geschaut. „Er wird bei uns ganz traditionell mit Lametta und Kugeln geschmückt“, sagt die Neu-Bernitterin. Meist bleibe die Tanne bei ihnen bis in die erste Januarwoche hinein stehen, fügt sie hinzu. Insgesamt gingen am Sonnabend über 300 Bäume weg. Wer will, kann in dieser Woche beim Forstamt Schlemmin eine der übrig gebliebenen Tannen erwerben.

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