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Grün statt blau: Stadtwappen ist dennoch nicht falsch

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erstellt am 15.Nov.2011 | 09:40 Uhr

Darf denn das Stadtwappen von Perleberg grün schimmern? Es darf. Der "Prignitzer" ging einer Leseranfrage nach, die sich auf die Darstellung des Wappens an der Kreisverkehr-Stele bezieht. "Diese Frage kam bereits im Vorfeld, als wir über die Gestaltung der Stele diskutierten", erinnert sich Bürgermeister Fred Fischer. Da es sich aber um ein Kunstwerk handele - mit anderen Worten: um künstlerische Freiheit - wurde dies als Begründung auch so akzeptiert. Die grünen Hinterlegungen an der Stele symbolisieren das Grün der Landschaft, der ganzen Region.

Momentan, so der Bürgermeister, werde das Objekt in der Dunkelheit mit weißem Licht bestrahlt. Man wolle aber auch noch Grün ausprobieren. In jenem Fall sähen das Wappen und andere Darstellungen auf der Stele dann eh grün aus. "Nach heraldischen Prinzipien darf man da nicht herangehen. Das spielt, wenn überhaupt, nur bei offiziellen Symbolen eine Rolle", macht Fred Fischer geltend.

Kurzum: Die Perleberger Stadtverordneten, die letztendlich die Gestaltung und auch die Finanzierung des Kunstobjektes absegneten, machten keine Wissenschaft aus der Errichtung der Stele.

Seit dem 3. November ziert die Edelstahlsäule, die der Mödlicher Künstler Bernd Streiter schuf, den Mittelpunkt der Kreisverkehrs an der Hamburger/Reetzer Straße. Im Beisein vieler interessierter Perleberger, Gästen der Stadt und Verantwortungsträgern sowie Mitarbeitern der ausführenden Firmen ist das Objekt an seinem Bestimmungsort aufgestellt worden. Kranfahrer Klaus Jüchert und Kollegen der Firma JKS Metallverarbeitung - beide aus Perleberg - hatten die sechs Meter hohe und 1,2 Tonnen schwere Stele an ihren Platz bugsiert. An der Produktion des Kunstwerks und an allen sonstigen Arbeiten waren, außer den schon genannten Betrieben, das Ingenieurbüro Oltersdorf und die A. Hellwig GmbH aus Perleberg sowie die Uwe Braun GmbH aus Lenzen beteiligt. Die Investitionssumme liegt bei 60 000 Euro.

Die reine Fertigungszeit bei der JKS Metallverarbeitung betrug übrigens nur drei Wochen. Ein derzeit noch fehlender 60 Zentimeter breiter Streifen aus Glaskies um die Stele herum, soll im kommenden Frühjahr eingebaut werden.

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