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Lokales

21. Oktober 2017 | 12:38 Uhr

Großfeuer verursacht Riesenschaden

vom

svz.de von
erstellt am 30.Jun.2011 | 06:29 Uhr

Kossebade | Ein Großfeuer in Kossebade hat in der Nacht zu Donnerstag einen Schaden von fast 100 000 Euro angerichtet: Um 0.38 Uhr heulten die Sirenen und riefen die Kameraden der Freiwilligen Feuerwehren aus Grebbin und Kossebade zum Einsatz. Eine Lagerhalle in Kossebade soll brennen, hieß es in der Alarmierung.

Kaum sind die ersten Fahrzeuge ausgerückt, können die Einsatzkräfte bereits den glutroten Himmel sehen, der vom Feuerschein herrührte. Spätestens jetzt ist jedem klar, das wird ein längerer Einsatz. Vor Ort bestätigt sich die Vermutung und es müssen weitere Einsatzkräfte nachbeordert werden. So heulen die Sirenen auch in Zölkow und anschließend noch in Mestlin, Goldenbow und Ruthenbeck. 58 Kameraden kämpfen schließlich gegen die Flammen an.

"Zum Glück klappt es mit der Wasserversorgung. Eine Zisterne und ein Hydrant liefern ausreichend Löschwasser", so Dietmar Arendt von der Zölkower Wehr. Dennoch kann ein komplettes Abbrennen der Lagerhalle nicht verhindert werden. Die Flammen fressen sich von allen Seiten der etwa 50 x 80 Meter großen Halle durch das Stroh. "Hier lagern 2000 Rundballen Stroh aus der vergangenen Ernte", erzählt Gesa Kruse, die Geschäftsführerin der Agrar GmbH Kossebade, zu der diese Halle gehört. Sie ist ebenfalls in der Nacht zur Brandstelle geeilt, kann nur fassungslos zusehen, wie die Kameraden unter nicht ganz ungefährlichen Bedingungen agieren. Es herrscht enorme Hitze, durch das Feuer drohen die Giebel einzustürzen, etliche Teile des Daches fliegen einige Meter weit, ebenso herrscht starker Funkenflug. "Hier können wir nur kontrolliert abbrennen lassen, da ist nichts zu retten. Unser Hauptaugenmerk richtet sich auf das Verhindern des Übergreifens der Flammen auf benachbarte Flächen", sagt Dietmar Arendt. Darunter vor allem ein großes Gerstenfeld. Die Gefahr, dass dieses Feld ebenfalls in Flammen aufgehen könnte, ist relativ groß, da die Funken meterweit fliegen. Aber es gelingt den vereinten Einsatzkräften, dies zu verhindern. Bei dem unwegsamen Gelände und dem teilweise sehr hohen Bewuchs ist das Agieren der Einsatzkräfte nicht immer leicht. Das hat auch ein Kamerad erfahren müssen. Er war mit einem Fuß umgenickt und wurde zur Behandlung ins Krankenhaus eingeliefert.

Kurz nach vier Uhr, nach über drei Stunden, können nach und nach die ersten Wehren abrücken. Lediglich die Kameraden aus Grebbin und Kossebade bleiben als Brandwache zurück. Bis in die Mittagsstunden des gestrigen Tages wachen sie über die Brandstelle. Die Amtswehrführung hat die Versorgung der Kräfte übernommen. Bereits während des Einsatzes hatte die Agrar GmbH Kossebade für Getränke vor Ort gesorgt.

Noch in der Nacht beginnen Beamte der Kriminalpolizei mit ihren Ermittlungen zur Brandursache. Eine Stromversorgung gibt es nicht, auch andere technische Geräte befinden sich nicht in der Halle, sodass nach Meinung der Anwesenden vor Ort eine Entzündung durch technisches Gerät ausgeschlossen werden kann. Die Pressestelle der Polizeiinspektion Ludwigslust bestätigte gestern auf Anfrage, dass "in Richtung vorsätzliche Brandstiftung ermittelt werde".

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