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Lokales

18. November 2017 | 19:00 Uhr

Großauftrag aus Russland

vom

svz.de von
erstellt am 05.Jan.2011 | 05:55 Uhr

Lubmin/Rostock | Den Energiewerken Nord (EWN) winkt ein neuer Auftrag aus Russland. Ende des vergangenen Jahres sei eine Anfrage zum Bau eines Entsorgungszentrums für radioaktive Abfälle gekommen, sagte gestern EWN-Sprecherin Marlies Philipp.

Zum Umfang des möglichen Auftrags und zum Auftraggeber wollte sie keine Angaben machen. Die "Ostsee-Zeitung" berichtete, es gehe um einen milliardenschweren Auftrag einer Tochter des russischen Staatskonzerns Atomenergoprom. Von Milliarden wollte Philipp nicht sprechen. Sie erinnerte daran, dass auch der Bau des Zwischenlagers Nord bei Lubmin keine Milliarde, sondern 240 Millionen Euro gekostet habe. Dort wird Atommüll aus den stillgelegten ostdeutschen Kernkraftwerken sowie aus Forschungseinrichtungen des Bundes verwahrt.

Die EWN sind bereits in Russland und Osteuropa engagiert. Seit 2003 arbeitet das Unternehmen an der Sicherung von stillgelegten Atom-U-Booten im nordrussischen Murmansk. An der dortigen Saida-Bucht wird ein Langzeitlager gebaut, in dem die zerlegten U-Boot-Sektionen untergebracht werden sollen. Zudem leiten die EWN den Aufbau eines Entsorgungszentrums, in dem radioaktive Abfälle zerlegt, gereinigt und gepresst werden können. Die beiden Aufträge haben einen Wert von 600 Millionen Euro. Das macht nach Angaben von Philipp 50 Millionen Euro jährlich im Budget der EWN aus. Das bundeseigene Unternehmen mit seinen Standorten Lubmin und Rheinsberg hat ein Jahresbudget von 108 Millionen Euro.

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