Großalarm hielt Lübstorf in Atem

Einsatzkräfte aus Schwerin, Wismar und Nordwestmecklenburg waren  in  Lübstorf.
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Einsatzkräfte aus Schwerin, Wismar und Nordwestmecklenburg waren in Lübstorf.

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30. August 2010, 10:28 Uhr

Lübstorf | Den gestrigen Tag wird Wilfried Heidelk nicht so schnell vergessen: Der Lübstorfer Wehrführer war nach dem Chlorgas-Unfall in der Schwimmhalle der Klinik Schweriner See nicht nur als einer der ersten Helfer am Ort des Geschehens, er leitete den Einsatz bis zum glücklicherweise glimpflichen Ende am Nachmittag. "Dabei war ich schon bei solch großen Einsätzen dabei, zuletzt Anfang Juni an der Schule in Dorf Mecklenburg. Aber noch nie als Einsatzleiter."

Zur Verwechselung der Chemikalien bei der Reinigung des Schwimmbades kam es gegen 8.30 Uhr. Der dabei verunglückte Hausmeister war von Rettungskräften sofort ins Klinikum Schwerin gebracht worden. Daher konnte er nicht befragt werden. Es war unklar, welches Gefahrenpotenzial vom Gasgemisch ausgeht: Der Katastrophenschutz musste eingeschaltet, Patienten und Mitarbeiter der Klinik aus dem unmittelbaren Bereich evakuiert werden. Insgesamt waren mehr als 110 Kräfte von freiwilligen Feuerwehren, THW, Polizei und Rettungsdienst im Einsatz. Dabei lief alles wie am Schnürchen. So stellten Schule und Gemeinde die Turnhalle zur Verfügung. Dort konnten sich die 70 evakuierten Patienten nicht nur aufhalten, sie wurden versorgt und betreut. Nachdem am frühen Nachmittag klar war, dass vom Chlor-Wasserstoff-Gemisch keine Gefahren mehr ausgingen, konnten die Patienten zurückkehren.

Für die Mädchen und Jungen in der Kita neben dem Klinikgebäude bestand keine Gefahr. Dass besorgte Eltern, die ihre Kinder nach Bekanntwerden des Unfalls abholen wollten, nicht bis zu Kita durchgelassen wurden, sorgte allerdings für Unmut.

Zu klären ist jetzt noch, wie es zu dem Unfall kommen konnte. Die Polizei ermittelt wegen gefährlicher Körperverletzung.

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