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Wemag will erste Freiflächen-Photovoltaik-Anlage bauen : Größte Solaranlage in Güstrow geplant

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Die Wemag will in Güstrow seine bisher größte und erste Freiflächen-Photovoltaik-Anlage in Mecklenburg errichten. Bisher hat das Unternehmen ausschließlich auf die Bestückung von Dachflächen mit Solarmodulen gesetzt.

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erstellt am 03.Jan.2011 | 04:35 Uhr

Güstrow | Das regionale Energieversorgungsunternehmen Wemag will an der Glasewitzer Chaussee in Güstrow seine bisher größte und erste Freiflächen-Photovoltaik-Anlage in Mecklenburg errichten. Bisher hat das Unternehmen ausschließlich auf die Bestückung von Dachflächen mit Solarmodulen gesetzt, um die Sonnenenergie zu nutzen. "Unser Ziel ist es, den Anteil der regenerativen Energien zu erhöhen und weiter in diesen Bereich zu investieren. In den nächsten Jahren wollen wir hier 30 Millionen Euro einsetzen", sagt Rolf Bemmann, Abteilungsleiter regionale Dienste bei der Wemag. Dazu zählen neben der Sonnenenergie auch Windkraft- und Biogasanlagen. Die Wemag hat derzeit sieben Photovoltaik- und drei Biogasanlagen in Planung. Vergangenes Jahr investierte das Unternehmen rund zehn Millionen Euro in den Bereich der regenerativen Energien.

Gelände beräumen und auf Altlasten untersuchen

Auf dem Wemag-Betriebsgelände an der Glasewitzer Chaussee, auf dem sich früher das alte Heizhaus befand, soll laut Bemmann auf einer Fläche von rund vier Hektar eine 999-kw-Anlage entstehen. Rund 2,5 Millionen Euro sollen investiert werden. Die Fläche soll über einen Bebauungsplan entwickelt und als Gewerbegebiet ausgewiesen werden, um perspektivisch auch andere Nutzungen zu ermöglichen. "Die Vereinbarung über den Bebauungsplan wollen wir in den kommenden Tagen mit der Stadt unterzeichnen", sagt Bemmann. Das Gelände müsse noch weiter beräumt und auch auf Altlasten untersucht werden. "Wenn bei diesen Untersuchungen alles glatt geht, soll die Photovoltaikanlage noch dieses Jahr in Betrieb gehen", sagt Bemmann. Wie Güstrows Bürgermeister Arne Schuldt informiert, will die Stadt den Bebauungsplan erarbeiten und dazu mit dem Eigentümer einen städtebaulichen Vertrag abschließen. "Darin wird die Übernahme aller Kosten durch den Eigentümer festgeschrieben, so dass für die Stadt keine finanziellen Belastungen entstehen", so Bürgermeister Schuldt. Zur Verfahrensbeschleunigung solle auf einen Aufstellungsbeschluss verzichtet werden, da die angestrebte Nutzung bereits heute genehmigungsfähig sei.

Unterdessen beabsichtigt die Wemag die Gründung einer Kundengenossenschaft speziell für den Bereich der regenerativen Energien. Während die Wemag die Photovoltaikanlage in Güstrow baue, solle diese Genossenschaft die Anlage anschließend betreiben, so Bemmann.

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