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Parchimer Personalvermittlung geht neue Wege : Grenzenlos mobil in Sachen Job

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Grenzenlos Jobs zu vermitteln, indem er Arbeitsuchenden hilft, ihre berufliche Chance im Ausland zu finden - das ist das Ziel von Alexander Trebess und seiner Personalvermittlungsfirma "Arbeiten in Europa GmbH" (AIE).

Parchim | Grenzenlos Jobs zu vermitteln, indem er Arbeitsuchenden hilft, ihre berufliche Chance im Ausland zu finden - mit diesem Anspruch war Alexander Trebess 2009 daran gegangen, mit der "Arbeiten in Europa GmbH" (AIE) seine eigene Personalvermittlungsfirma aufzubauen. Bald betrieb er sie - als Tochterfirma eines großen in der Schweiz angesiedelten Personaldienstleisters, zeitgemäß per Internetplattform, damals noch als Alleinkämpfer und von Parchim aus. Wobei das im Zeitalter von Computer und Internet egal ist. Wichtig war, vor allem für Alexander Trebess selbst, dass die Vermittlung funktionierte. 2010, sagt er, konnten etwa 200 Männer und Frauen in Jobs vermittelt werden. Der Plan sei nun, in diesem Jahr mehr Leute in Arbeit zu bringen bzw. bei Bedarf auch aus einem Job heraus in einen anderen zu bringen.

Mannschaft vergrößert und Kooperation geschlossen

Alexander Trebess, der selbst über Jahre im Ausland, nämlich in Österreich und der Schweiz gearbeitet hat, will dabei nichts dem Zufall überlassen. Schon deshalb hat er sich inzwischen mit Mayda Schulz und Thomas Klemke, derzeit Praktikant in Ausbildung, Verstärkung geholt. Zudem kooperiert die AIE seit einiger Zeit mit der Bayrischen Beamtenlebensversicherung. In Persona ist das Renate Palm, die sich nach zehn Jahren Call-Center-Tätigkeit in Parchim beruflich verändern wollte. Trebess war es, der sie schließlich in die neue Branche vermittelte. Der Vorteil, bei Verlust der Arbeit im Ausland, sind vermittelte Versicherte, über das so genannte Vorsorge-ABS abgesichert. Bis zu zwölf Monate werden die Zahlbeträge von der BBV übernommen, auch bei wiederholter Arbeitslosigkeit. Die Gesamtleistungsdauer ist auf 36 Monate begrenzt.

Jetzt hat die Parchimer AIE-Mannschaft ein neues Projekt auf den Weg gebracht - das Euro-Jobmobil. "Die Wirtschaft in Deutschland zieht immer mehr an", sagt Trebess. "In vielen Bereichen werden Fachkräfte gebraucht, in etlichen Bereichen sind schon keine mehr zu bekommen." In seiner Branche, der Personalvermittlung über das Internet, sei das besonders krass zu spüren, sagt Trebess. Deshalb suchte Trebess nach einem Weg, seinen Personalservice mobil und effektiver zu machen. Als die gefunden war, fasste er das Ganze in ein Konzept, kaufte ein Wohnmobil, das inzwischen als Jobmobil umgebaut unterwegs ist und gerade seine "Jungfernfahrt" in Parchim absolviert hat. "Regelmäßig sind wir auch auf Jobmessen vertreten. Aber das reicht so nicht, das sind Termine, die oft nicht lange nachhallen. Mit dem Jobmobil sind wir flexibel, können uns in ganz Deutschland bewegen", ist er begeistert. Das biete Möglichkeiten, an stark frequentierten Plätzen gezielt Leute anzusprechen, Flyer zu verteilen." Trebess ist sich sicher, dass der Bedarf da ist, es die Arbeitslosen gibt, die auf einen gute Jobgelegenheit warten, Leute, die durchaus bereits sind, für einen höheren Lohn ins Ausland zu gehen, die dem Deutschland so eigenen Stress entfliehen und ihr Leben dank anderer Mentalitäten entschleunigen wollen. "Ich habe auch schon mit Leuten zu tun gehabt, denen gar nicht gefällt, wieviel Geld sie hier in Deutschland dem Fiskus in den Rachen werfen müssen", sagt Trebess.

AIE vermittelt auch ohne Vermittlungsgutschein

Der mobile Service ist Trebess ganzer Stolz. "Einrichtungen wie uns gibt es ja wie Sand am Meer. Wir aber wollen uns abheben", sagt er. Zum Abheben gehört neben den Vor-Ort-Aquisen in ganz Deutschland auch die Vermittlung ohne Vermittlungsgutschein. Will heißen, nicht das Arbeitsamt übernimmt die anfallenden Vermittlungskosten, sondern immer der Arbeitgeber. Trebess findet das ganz normal: "Schließlich ist es doch auch der Arbeitgeber, der am meisten davon profitiert, einen qualifizierten Arbeitnehmer zu bekommen." In anderen Ländern ist dies lange Usus. "Bei uns in Deutschland ist der Markt versaut."

Trebess Mannschaft vermittelt vielfach nach Österreich und in die Schweiz, "weil es dort ganz einfach keine Sprachbarrieren gibt", wie er sagt. Generell aber erstreckt sich der Markt auf - wie der Namen schon sagt - ganz Europa. Vermittelt wird aber auch aus dem "Ausland" nach Deutschland. "Ist ja ganz klar bei dem zunehmenden Fachkräftemangel", sagt Trebess. Die AIE bedient vor allem den kompletten handwerklichen Bereich. "Was zudem ganz stark im Kommen ist, ist der Alten- und Pflegesektor, wo bei uns akuter Mangel besteht. Hier bemühen wir uns, qualifizierte Fachkräfte aus dem Ausland nach Deutschland zu holen."

Übrigens: Vermittlung per Internet klingt komplizierter als sie ist: Arbeitnehmer können sich kostenlos in eine Datenbank aufnehmen lassen. Wenn ein Personalchef oder Jobvermittler dann auf der Suche nach dem Mitarbeiter "nach Maß" ist, wird die durchforstet.

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erstellt am 03.Jun.2011 | 10:29 Uhr

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