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98 Mann am Montag in Hagenow erwartet : Grenadiere begrüßen ihre Freiwilligen

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Vereinzelt erreichten sie das Kasernentor, andere wurden mit dem Bus vom Bahnhof abgeholt, Auftakt für die Freiwilligenzeit beim Hagenower Panzergrenadierbataillon 401. Es wurden in der Kaserne 98 Freiwillige erwartet.

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erstellt am 04.Jul.2011 | 08:07 Uhr

Hagenow | Vereinzelt erreichten sie am Montag das Kasernentor, andere wurden vom Bundeswehrbus vom Bahnhof abgeholt, Auftakt für die Freiwilligenzeit beim Hagenower Panzergrenadierbataillon 401. Insgesamt wurden in der Hagenower Kaserne 98 Freiwillige erwartet. Verglichen mit früheren Zeiten ist das deutlich weniger, im Vergleich zur letzten Einberufung von vor drei Monaten eine relativ stabile Zahl.

Geändert hat sich nicht nur die Zahl der Rekruten, geändert haben sich auch der Ton und der Umgang mit dem kostbaren "Gut" Rekrut. Denn die jungen Männer, die gestern meist mit bereits geschorenen Haaren einrückten, können jederzeit wieder gehen. Wenn früher ein einberufener Grundwehrdienstleistender nach 24 Stunden nicht in der Kaserne erschien, machten ihn zur Not die Feldjäger ausfindig und brachten ihn in die Kaserne. Das ist vorbei. Selbst Freiwillige, die heute noch eintrudelten, wären herzlich willkommen. Von den 98 Mann können die Hagenower Grenadiere nur 48 behalten, den Rest bilden sie für andere Verbände in ganz Norddeutschland aus. Dazu kommt, dass sich die Neuen auch noch in ihren Dienstzeiten deutlich unterscheiden. Das geht von sieben Monaten über ein Jahr bis hin zu "Freiwillig Wehrdienstleistenden", die 23 Monate bleiben wollen. Mit Letzteren kann die Bundeswehr am meisten anfangen, weil sie nach einer entsprechenden Ausbildung mit in den Auslandseinsatz könnten. Doch die Masse der gestern einrückenden Freiwilligen hat sich zunächst für zwölf Monate entschieden. Nicht wenige wollen einfach die Zeit bis zum nächsten Lebensabschnitt überbrücken.

Für das Hagenower Bataillon stellt sich die Personallage bisher nicht dramatisch dar. Ein Grund sind die vielen Längerverpflichtungen der dienenden Soldaten. Allein im vergangenen halben Jahr gab es in Hagenow 160 Anträge auf Dienstzeitverlängerung.

Doch dauerhaft kann der drastische Einbruch bei den neuen Soldaten in Hagenow nicht verkraftet werden, braucht auch die Bundeswehr mehr Freiwillige. Schon jetzt muss jeder, der tauglich ist, in den 2012 folgenden Einsatz in Afghanistan mitgenommen werden, um die am Hindukusch benötigte Sollstärke zu halten.


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