Gräber pflegen und Begegnung fördern

VDK-Kreisvorsitzender Dr. Joachim  Krech (M.) berichtete über die Aktivitäten 2009.
VDK-Kreisvorsitzender Dr. Joachim Krech (M.) berichtete über die Aktivitäten 2009.

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12. Januar 2010, 08:34 Uhr

Schwerin | Über ein ereignisreiches Jahr 2009 seines Verbandes konnte der Vorsitzende des Schweriner Kreisverbandes des Volksbundes Deutsche Kriegsgräberfürsorge e.V. (VDK), Ministerialdirigent Dr. Joachim Krech, in der Mitgliederversammlung in der Werderkaserne berichten. Im Mittelpunkt der Aktivitäten stand dabei die Mitwirkung des Kreisverbandes am Programmtag zum 90-jährigen Jubiläum des VDK im Mai auf der Buga sowie die alljährliche Ausgestaltung der Gedenkstunde zum Volkstrauertag. Für dieses Jahr kündigte Krech eine Informationsfahrt des Kreisverbandes zum Deutschen Bundestag an.

Kritisch bewertete der Kreisvorsitzende in Anwesenheit der Vizepräsidentin des Landtages Renate Holznagel, die auch stellvertretende VDK-Landesvorsitzende ist, die Absenkung des Mitgliedsbeitrages der Landeshauptstadt für seinen Verband. Mit Blick auf die gemeinsame Aufgabe des VDK und der Kommunen, die Gräber der deutschen Kriegstoten im Ausland zu erfassen, zu erhalten und zu pflegen, Angehörige in Fragen der Kriegsgräberfürsorge zu betreuen, öffentliche und private Stellen zu beraten, die internationale Zusammenarbeit auf dem Gebiet der Kriegsgräberfürsorge zu unterstützen und die Begegnung junger Menschen an den Ruhestätten der Toten zu fördern, rief er die Verantwortlichen in der Stadtverwaltung auf, ihre Absicht noch einmal zu überdenken. Krech gab seiner Hoffnung Ausdruck, dass die Schweriner Stadtvertretung das bisherige finanzielle Engagement der Stadt fortsetzen wird.

Der VDK-Kreisverband Schwerin hat zurzeit 198 Mitglieder, die durch Beiträge rund 4500 Euro im vergangenen Jahr für die Arbeit des Bundes aufbrachten. Bei der Prominenten-Sammlung kamen 684,68 Euro zusammen, wobei Renate Holznagel und Oberst a.D. Reinhard Wegener die Spitzensammler waren. Der Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge kümmert sich um die Gräber von 1514 gebürtigen Schwerinern. Drei Viertel dieser Opfergruppe ist im Zweiten Weltkrieg gefallen oder an Krankheiten oder Verletzungen verstorben. Die Gräber befinden sich auf den Kriegsgräberstätten des Volksbundes - zum größten Teil - in der Russischen Föderation. Ein Viertel ist im Ersten Weltkrieg überwiegend an der Westfront gefallen. Die Gräber sind vor allem auf den Kriegsgräberstätten in Nordfrankreich zu finden.

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