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Schwimmen Gleich zweimal Lotta Steinmann vor Moritz Schimnick

Von Bernd-Dieter Herold | 14.07.2019, 20:08 Uhr

Die 19-Jährige von der SG Stormarn Barsbüttel war beim 18. Warnowschwimmen schneller als der Rostocker vom SV Olympia.

Das gab es beim vom Hanse-Schwimmverein und der Ortsgruppe Rostock der Deutschen Lebens-Rettungs-Gesellschaft DLRG organisierten Warnowschwimmen noch nie: Mit Lotta Steinmann von der SG Stormarn Barsbüttel machte eine junge Frau die gesamte Männerwelt so richtig nass. Und das gleich doppelt!

Die 19-Jährige schlug nach 26:19 Minuten über 2200 sowie 6:13,0 für 500 Meter nach harten Schlusssprints jeweils vor Moritz Schimnick vom SV Olympia (26:20/ 6:13,8) an der Zeitmess-Anlage an.

Lottas Freiwasser-Qualitäten kommen nicht von ungefähr: „Meine Eltern und Großeltern wohnen vis-à-vis am Möllner See. Da war es sogar schneller, Oma und Opa direkt übers Wasser zu erreichen.“ Kein Wunder, dass die künftige Studentin mit 14 Jahren zum SC Magdeburg wechselte, 2016 sogar an den Junioren-Weltmeisterschaften teilnahm. Ein Jahr später hatte sie dem Leistungssport zwischenzeitlich ade gesagt, doch kürzlich holte sie sich bei den Deutschen Meisterschaften die Masters-Titel über 2,5 und fünf Kilometer.

155 Schwimmer hatten den langen Kanten bei 19 Grad Celsius Wassertemperatur in Angriff genommen. Da wurde kräftig um Sekunden und Plätze gekämpft. So freute sich Ralf Labecki, Sohn des Warnemünder Stundenlauf-Chefs Werner Weber, diebisch, als Dritter der Männer-Wertung noch vor dem früheren mehrfachen Gewinner Ole Eisenberg angeschlagen zu haben: „Dem habe ich so richtig ein Ding ausgewischt!“

Familie Weber, angefangen bei Opa Werner (500 m) bis hin zu den Enkeln, war allein sechsfach am Start.

Und genau das war das 18. Warnowschwimmen: ein Familienfest der Generationen, Treff vieler ehemaliger Sportler, die auch den nach 1:08:28 Stunden ankommenden Letzten tosend Beifall spendeten.

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