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Wasserspringen Behutsam an höhere Schwierigkeiten heranführen

Von Bernd-Dieter Herold | 17.06.2019, 16:54 Uhr

Naomi Hinzmann vom Wasserspringerclub Rostock wird von ihrem Trainer Sachiasvili Schritt für Schritt weiterentwickelt.

Das hat seit Jahren Tradition: Chef-Bundestrainer Lutz Buschkow und sein Aufgebot für die ab 12. Juli in Gwangju (Südkorea) im Rahmen der Schwimm-Weltmeisterschaften stattfindenden Wettbewerbe im Wasserspringen absolvieren in dieser Woche in der Schwimmhalle Neptun ein letztes Trainingslager auf deutschem Boden. Zeitgleich bereiten sich vier Talente des WSC Rostock in Berlin auf die kommenden Montag in Kasan (Russland) beginnenden europäischen Jugend-Titelkämpfe vor.

In der Besetzung der Disziplin Turmspringen Damen hat Buschkow keineswegs die Qual der Wahl. Streng genommen erfüllte mit Christina Wassen (Berlin) nur eine Athletin die an Platz zehn der WM 2017 festgesetzte Norm von 315 Punkten und Schwierigkeitsgrad von 15,5 (341,15). Kein Wunder, dass die Verantwortlichen da auch in Richtung Nachwuchs „schielen“.

In der A-Jugend (Jahrgänge 2001 bis 2003) machte die ebenfalls aus Berlin stammende Pauline Pfeif einen Sprung nach vorn, bietet bereits einen Grad von 15,2 an. In der B-Jugend ist die Rostockerin Naomi Hinzmann (2004) eines der hoffnungsvollen Talente. Sie wird den Deutschen Schwimm-Verband in Kasan vom „Zehner“ vertreten. Coach Michail Sachiasvili will die in ihrer noch jungen Laufbahn bereits neunfache Deutsche Meisterin Schritt für Schritt an höhere Schwierigkeiten heranführen.

Keine einfache Sache, wenn bedacht wird, welche Kräfte in dieser Disziplin wirken. In nicht einmal drei Sekunden sind die Salti und Schrauben bei einer Geschwindigkeit von bis zu 50 km/h auszuführen. Dabei muss beim Aufprall auf das Wasser bei der Eintauchphase das Dreieinhalbfache des Körpergewichtes ausgehalten werden. Die Schülerin liegt bei den Vorwärts-, Delfin- und Schrauben-Salti bereits im Plan. Nachzubessern wird in den Gruppen Rückwärts und Handstand sein.

Aus dem einfachen Kopfsprung rückwärts gehechtet vom „Fünfer“ und dem gehechteten Vorwärts-Salto aus dem Handstand wird Michail Sachiasvili künftig andere Darbietungsformen machen. Er hat einen Perspektivplan, bespricht selbigen aber mit seinen Aktiven – „denn einfach so verordnen, das geht nicht“.