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Basketball Play-offs Wir sind in der Serie angekommen

Von Thomas Käckenmeister | 11.04.2019, 19:31 Uhr

„Alles ist offen“, sagt Seawolves-Trainer Milan Skobalj vor Spiel drei bei den Hamburg Towers. NNN bieten Liveticker

Am Freitag um 19.30 Uhr kommt es im Viertelfinale der Play-offs der 2. Basketball-Bundesliga ProA zum dritten Aufeinandertreffen zwischen den Rostock Seawolves und den Hamburg Towers. Austragungsstätte ist die edel-optics.de-Arena in Wilhelmsburg. Nach zwei Partien lautet der Stand in der Serie „Best of five“ 1:1. Wer zuerst drei Siege einfährt, ist im Halbfinale.

„Es steht nun wieder 0:0 beziehungsweise 1:1, alles ist offen“, sagte Seawolves-Coach Milan Skobalj nach dem 94:79-Heimsieg seines Teams in Spiel zwei.

Hatten die Wölfe zum Auftakt der Play-offs beim 64:79 die notwendige Intensität streckenweise vermissen lassen, so ließen sie im zweiten Nord-Derby vor 2800 Zuschauern in der Stadthalle keine Zweifel daran, dass sie in der Meisterschaftsrunde angekommen sind, und gewannen 94:79.

Mit eisenharter Verteidigung und gutem Rhythmus in der Offensive bereiteten die Rostocker den Towers gleich doppelt Kopfschmerzen – vor allem auch wegen des wesentlich wacheren Auftretens im Vergleich zu Spiel eins, als die Würfe nicht fielen und die Rebounds nicht kontrolliert werden konnten.

Vor eigenem Publikum versenkten die Seawolves zehn Dreier (von 26 Versuchen = 38 Prozent), trafen akzeptable 18 von 28 Freiwürfen (64 Prozent) und waren bei den Rebounds auf Augenhöhe (31:32).

„Wir sind in der Serie angekommen und wissen, wie wir Hamburg schlagen können“, meint Spielgestalter Martin Bogdanov. Zusammen mit Teamkollege Tony Hicks dirigierte er in Rostock den Angriff mit elf Korbvorlagen. Sechs Akteure des Gastgebers sammelten jeweils mindestens acht Zähler, und als Team leisteten sich die Wölfe nur elf Ballverluste.

Eine unberechenbare und breit aufgestellte Offensive sowie Sicherheit im Ballvortrag sind wesentliche Schlüsselfaktoren, um den Towers entgegenzutreten. Hinzu kommt natürlich die Intensität, mit der die Hamburger über 40 Minuten gefordert werden müssen. So wie in Spiel zwei, in dem die Ostseestädter in zahlreichen Szenen den Bruchteil einer Sekunde schneller waren, eher eine Hand am Ball und dadurch einen Vorteil hatten – seien es Ballgewinne, Rebounds oder Korberfolge in Form von Tip-ins.

Wie die Rostocker Rotation diesmal aussehen wird, entscheidet sich erst heute. Neben Michael Jost, der bereits zwei Partien verletzt zuschauen musste, zog sich auch Darian Cardenas eine Blessur am Oberschenkel zu. Ob beide auflaufen können, ist offen.

Die „Best of five“-Serie entscheidet sich spätestens am Mittwoch erneut auswärts. Auf jeden Fall kommt es neben dem heutigen Duell noch zu einem weiteren Heimspiel für die Seawolves, das am Montag um 19.30 Uhr in der Stadthalle beginnt.

Halbfinal-Gegner werden entweder die Niners Chemnitz (die bereits 2:0 führen) oder die Karlsruhe Lions.