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Ringen „Bekks“ trainiert unter Tränen

Von Peter Richter | 15.07.2019, 17:39 Uhr

Trotz Verletzungshandikaps reist Rebekka March am Freitag zum European Youth Olympic Festival in Baku.

Auf der Kippe stand die Teilnahme von Ringerin Rebekka March, Kadetten-Europameisterin in der Gewichtsklasse bis 49 Kilogramm, am European Youth Olympic Festival in Baku.

Es geschah in Frankfurt (Oder), wo die 16-Jährige vom SV Warnemünde größtenteils lebt und ihrem Sport nachgeht, im wettkampfnah gestalteten Techniktraining im Boden. Ihre Partnerin, die Juniorin Lisa Ersel vom SV Luftfahrt Berlin (war im Kadettenbereich in der Kategorie bis 46 kg Vize-Weltmeisterin und Europameisterin), fiel in einer unglücklichen Situation auf Rebekka: Schlüsselbeinbruch befürchtet!

Das bewahrheitete sich Gott sei Dank nicht, und nach dem Trainingslager der Nationalmannschaft in Schifferstadt mit eingehender physiotherapeutischer Behandlung fiel die Entscheidung: Die Parkentinerin tritt am Freitag mit dem Aufgebot des Deutschen Olympischen Sportbundes die Reise nach Aserbaidschan mit an.

„,Bekks‘ trainiert unter Tränen. Der Arm schmerzt. Der Knochen ist unverletzt, aber es befindet sich Wasser im Gelenk, das aufs Schlüsselbein drückt. Das ist extrem unangenehm, doch sie muss beim Training in den Schmerzpunkt rein“, gibt Heim-Coach Benno Gallinat Auskunft.

Was traut er seinem Schützling für das EYOF zu? „Rebekka ist in Baku bei den Ringern das einzige richtige Zugpferd für eine Medaille. Aber sie lebt von ihrer Physis“, macht sich der Trainer Sorgen. „Andererseits ist sie eine Kämpfernatur und zum Glück auch erst am 22. und 23. Juli dran. Trotz der Umstände glaube ich, dass ,Bekks‘ unter die ersten Fünf kommt. Sie möchte das Halbfinale erreichen“, so Gallinat.

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