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Hinweis aus den USA 16-Jähriger aus Rostock drohte mit Amoklauf

Von Nicole Pätzold-Glaß | 25.01.2019, 13:18 Uhr

Ein 16-jähriger Rostocker hat bei Twitter Überlegungen zu einem Amoklauf offen gelegt.

Ein 16-jähriger Rostocker Schüler hat über die sozialen Medien, genauer bei Twitter, Überlegungen zu einem Amoklauf offen gelegt. Da das auf Englisch passierte, wurden amerikanische Sicherheitsbehörden auf ihn aufmerksam und gaben dem Landeskriminalamt (LKA) den Hinweis. Das verständigte die zuständige Polizeidienststelle. Die Beamten standen prompt vor der Tür des 16-Jährigen und seiner Mutter.

Der Junge gab alles zu, "bestritt aber jegliches Interesse an der tatsächlichen Planung oder Ausführung eines Amoklaufs", so das LKA. Waffen fanden diese im Haus nicht. Der 16-Jährige erklärte, dass er sich über die Folgen seiner Äußerungen nicht im Klaren gewesen sei und entschuldigte sich bei den Beamten.

"Jegliche Äußerungen im Internet werden wahrgenommen", sagt Matthias Rascher vom LKA, "und die internationale Zusammenarbeit funktioniert".

Häufig würden in Sozialen Medien unüberlegte Äußerungen getätigt und so einer unüberschaubar hohen Anzahl von Personen zugänglich gemacht, erklärt das LKA. "Sind diese Äußerungen oder Veröffentlichungen jedoch strafrechtlich relevant, können sie unter Umständen dazu führen, dass noch am gleichen Abend die Polizei vor der Tür steht, um den Sachverhalt aufzuklären." In 104 Fällen seien 2017 im Land Straftaten angedroht worden (und damit der öffentliche Frieden gestört worden, Paragraf 126 Strafgesetzbuch).

Im Einzelfall drohen nicht nur strafrechtliche Konsequenzen, sondern unter Umständen auch hohe Kosten für Einsatzmaßnahmen.