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Handball Jonas Schönfelder behält die Nerven

Von Klaus-Peter Kudruhs | 18.12.2019, 16:17 Uhr

… und verwandelt mit dem Schlusspfiff einen Siebenmeter zum 22:21-Erfolg der B-Jugend des HC Empor II in Bützow.

Im Nachwuchs-Handball auf Landesebene gab es vor Weihnachten noch einmal ein fast volles Programm.

Weibliche B-Jugend

SV Eintracht Rostock – Stralsunder HV 24:20 (16:8)

Die Eintracht-Mädchen, Sechster der MV-Liga-Staffel Ost mit 4:12 Punkten, spielten gegen den Stralsunder HV (5./6:14) ständig von vorne weg und machten sich mit ihrem zweiten Saisonsieg selbst ein vorweihnachtliches Geschenk. „Wir wollten uns für die 14:26-Niederlage im Hinspiel revanchieren, was durch einen konzentrierten Auftritt auch gelang“, zeigte sich Trainerin Franziska Rick zufrieden.

Über 1:0 und 10:5 zogen die Rostockerinnen bis zur Pause auf 16:8 weg. Auch nach dem Wechsel ließen sie nichts anbrennen und spielten nach dem 20:15 (40.) die Restminuten clever herunter. Allein 13 der 24 Treffer gingen auf das Konto von Hannah Klünder.

SV Eintracht: Angelina Walter – Amelie Hofstädter 6, Isabelle Biemann 1, Paula Szumotalski 1, Amelie Pahlow, Lilian Kramp, Hannah Klünder 13/6, Lara Specht, Jessica Bladt, Hannah Davidek 2/1, Lilly Kroll 1

Männliche B-Jugend

TSV Bützow – HC Empor Rostock II 21:22 (12:8)

Auch der HCE II als Achter und damit Letzter der MV-Liga dieser Altersklasse (4:14 Punkte) sicherte sich den zweiten Saisonsieg. Die Schützlinge von Trainerin Karleen Hartmann zeigten beim Sechsten (6:10) Moral und setzten sich im Endspurt durch: 90 Sekunden vor dem Abpfiff glich Hannes Wüstenberg zum 21:21 aus, und als die Gäste den letzten Angriff der Hausherren abfingen und nach einer Auszeit mit der letzten Aktion einen Siebenmeter herausholten, hatte Jonas Schönfelder die Nerven, den Strafwurf zum Sieg zu verwandeln. Bis in die Schlussphase lagen die Rostocker im Hintertreffen, gaben sich aber nie auf – zwei Punkte waren der Lohn.

HC Empor II: Leon Johannisson, Franz Bossow – Marvin Buuk 4, Bela Homemann, Max Eichhorn 1, Jakob Lexow, Hannes Wüstenberg 3/1, 3, Paul Stange 3, Jonas Schönfelder 8/3

HSV Grimmen – Bad Doberaner SV 25:22 (13:14)

Die Gäste (5./8:12) spielten beim Dritten (11:5) eine gute erste Halbzeit, konnten von einem Fünf-Tore-Vorsprung (12:7/19.) aber nur ein 14:13 in die Pause retten. Nach dem Wechsel verlief die Partie weiter ausgeglichen bis zum 20:19 (40.) für die Münsterstädter, die jedoch in den zehn Schlussminuten den Kopf nicht oben behielten und so letztlich unterlagen.

Bad Doberan: Phillip Dujat, Paul Schwabe – Malte Kujas 2, Birk Scheben 2, Magnus Frank 1, Mohammad Reza Mohammadi 3, Hannes Henke 4, Felix Geigle, Fabian Engert 6, Finn Kerwien 4, Klaas Lembke

Weibliche C-Jugend

SG Vorpommern – Rostocker HC 21:19 (9:6)

Die RHC-Trainer Franziska Schön und Thomas Rohde konnten zwar zwölf Mädchen zum Spiel beim Tabellenvierten (12:8) mitnehmen. Von ihnen waren aber Luica Strack und Analena Schön noch nicht wieder ganz fit und saßen so nur als Offizielle C und D auf der Bank. Sie fehlten dem Dritten (17:9), denn in den Schlussminuten ging den Rostockerinnen die Puste aus.

Insgesamt war die Partie für sie eine Achterbahnfahrt, bedingt auch durch sieben Zeitstrafen, also 14 Minuten in Unterzahl. Eine 5:2-Führung wurde auch aus diesem Grund leichtfertig vergeben. Nach der Pause kämpfte sich der RHC heran und zog mit 19:18 (47.) sogar wieder in Front. Danach traf jedoch nur noch die SG Vorpommern, und dies gleich dreimal am Stück. So taten im Rückblick auf das Match die beiden vergebenen Siebenmeter noch einmal richtig weh.

Rostocker HC: Liv Nowak, Kiana Zidorn – Sally Behrens, Isabell Hauenstein 5, Kim-Angelina Lang 4/2, Clara Patzner 2, Frances Fiedler, Line Wegner 2, Freya Ehrlich 2. Leonie Kaden 4/1

SV Grün-Weiß Schwerin II – SV Eintracht Rostock 43:24 (25:12)

Wenn der Tabellenführer (20:4) den Letzten (9./0:24) empfängt, ist die Favoritenrolle klar festgelegt. So gewann denn Grün-Weiß auch sehr deutlich. Schon nach der ersten Hälfte war alles entschieden. Schwerin war in der Abwehr schneller auf den Beinen und hatte im Vorwärtsgang die deutlich höhere Durchschlagskraft. Die Eintracht-Mädchen, die diesmal nur von Matthias Ehlers betreut wurden, hatten immerhin neun erfolgreiche Werferinnen, deren Effektivität im Abschluss aber nicht an die des Spitzenreiters heranreichte.

SV Eintracht: Lia Knischka, Lea Ziemke – Vanessa Elwich 1, Fiona Enskat 5, Lea Junge 3/1, Tabea Loock 1, Sabrina Mohns 3, Marieke Dähn 3, Emilie Zinser 1, Luisa Schulz 5/2, Paulina Ehlers, Laura Teske 2

Männliche C-Jugend

HC Empor Rostock – Plauer SV 31:20 (14:10)

In der Oberliga der C-Jungen geht es im Kampf um das Halbfinale eng zu. Noch sechs Teams – von Tabellenführer SV Fortuna 50 Neubrandenburg (16:8) bis zur SG Vorpommern (12:10) – haben die Chance, nach der Vorrunde unter den besten vier Vertretungen zu sein.

So auch der HC Empor (3./ 16:8), der einen ganz wichtigen Sieg beim Siebenten Plau landete. Die Schützlinge von Coach Georg Jaunich gingen konzentriert zu Werke und legten nach anfänglicher Ausgeglichenheit (7:6) mit vier Treffern in Folge ein 11:6 vor. Nach dem Seitenwechsel machten sie weiter Nägel mit Köpfen und hatten die Begegnung spätestens beim 24:16 (41.) für sich entschieden.

HC Empor: Marlon Wegener – Till Hauenstein 3, Lasse Fischer 11, Theo Lexow 2, Sander Saß 5/1, Max Bredernitz 2, Philip Steinberg 1, Jonas Manthei 2, Jannis Schönfelder, Laurenz Kästner 1, Simon Voigt 2, Jann-Matti Fischer 2, Moritz Lockstädt

Bad Doberaner SV – SV Fortuna 50 Neubrandenburg 26:17 (14:6)

Geglückte Revanche des Bad Doberaner SV (4./14:6) für die 13:26-Pleite in der Vier-Tore-Stadt: Er besiegte den Spitzenreiter deutlich.

„Es lief bei uns von der ersten Minute an wie geschnitten Brot. Unsere Jungen ließen dem Kontrahenten kaum Luft zum Atmen. Auch in der zweiten Halbzeit reichten diesmal Konzentration und Kraft. Ein schöner Erfolg“, freute sich Trainerin Elisabeth Scheben. Und ihr Kollege Dominik Blank fügte hinzu: „Nach Minuspunkten liegen wir sogar vorn. Jetzt wollen wir auch das Halbfinale erreichen.“

Bad Doberan: Piet Klawitter, Lars Brandes – Moritz Menzer, Luca Weiß 1, Tobias Ebert 8, Wichard Wolf, Janne Krüger 7, Adrian Tatewosjan 3, Alec Ückert, Ben Lukow 3, Felix Herbst 4, Marten Behm