Ein Angebot des medienhaus nord
Ein Artikel der Redaktion NNN

Volleyball Es war eine in zwei Hälften geteilte Saison

Von Thomas Baake und Steffen Bock | 04.06.2019, 17:45 Uhr

Christian Hinze, der Sportliche Leiter der Volleyballer des SV Warnemünde, blickt zurück und voraus.

Als Achter haben die Volleyballer des SV Warnemünde unter Trainer Jozef Janosik, der wie berichtet seinen Vertrag bis 2020 verlängerte, die 2. Bundesliga Nord 2018/19 beendet. In 22 Spielen gab es zehn Siege.

„Man muss die Saison in zwei Hälften teilen. Die Hinrunde war sensationell inklusive des ersten Rückrundenspiels, wo wir zu Hause gegen den Kieler TV mit 3:0 gewonnen haben. Damit hielten wir den dritten Platz in der Tabelle. Dann ist ein Bruch reingekommen, und der Rest war leider nicht mehr so erfolgreich. Das lag an Verletzungen und an fehlenden Kraftreserven“, so der Sportliche Leiter Christian Hinze. „Wir hätten gern einen Tabellenplatz zwischen drei und acht gehabt, damit erreichten wir also noch das Minimalziel. Positiv daran ist, dass es uns Luft nach oben lässt.“

In der Punktspielpause betätigen sich einige Spieler – so Sören Schröder, Konstantin Rode, Tommy Mehlberg – im Beachvolleyball. Hinze: „Im Grunde ist das gut. Sie bleiben am Ball, es passt ins Vorbereitungskonzept. Dennoch müssen sie zu den Trainingseinheiten erscheinen, wenn es ab 22. Juli mit einer athletischen Vorbereitung wieder losgeht. Parallel dazu geht es auch in die Halle, um Reize zu setzen. Die Saison startet am 14./15. September.“

Nicht mehr dabei sein wird dann neben Benjamin Schille auch Piotr Adamowicz. „Mit ihm haben wir keine Einigung erzielen können. Das ist Teil des Geschäfts. Wir lernen bei den Verhandlungen dazu“, sagt Christian Hinze über den polnischen Außenangreifer.

Weiterhin zur Verfügung stehen Tommy Mehlberg, Josef Günther, Lukas Kowalkowski, Jan Phillip Krabel, Konstantin Rode, Sören Schröder und Ole Ernst. „Im Kern werden wir eine junge Mannschaft haben, auf der wir die Zukunft aufbauen können. Mit einem Altersschnitt zwischen 22 und 25 Jahren kann man schön lange arbeiten“, so der Sportliche Leiter.

Einen Wechsel gab es auf dem Posten des Teammanagers. Michael Stark, der seit ewigen Zeiten im Verein war, gehört nicht mehr zum Team. „Wir hatten die Gelegenheit, Tom Matthes als Teammanager zurückzuholen. Michael wollten wir für eine andere Position weiter beschäftigen, er wollte das nicht. Es ist schade“, erklärt Christian Hinze und ergänzt: „Tom Matthes ist unsere Verbindung zum Liga-Verband. Er hat den Lizenzantrag erstellt, gestaltet den Spielplan, organisiert die Auswärtsspiele. Wir haben große Hoffnung, dass er uns unternehmerisch weiterbringt. Er hat Organisationstalent und Feuer.“

Wie die Kontrahenten in der 2. Liga Nord 2019/20 einzuschätzen sind, dazu „können wir noch nicht viel sagen. Über den Sommer ist Schweigen im Walde. Wir beschäftigen uns aber schon mit der kommenden Saison, gerade hinsichtlich der Reisekosten. TuS Mondorf ist der schlechtestmögliche Fall, das liegt hinter Köln, und man müsste eine Zwölf-Stunden-Busfahrt einplanen“, so der Sportliche Leiter. Ebenfalls neu hinzu kommt der VCO Berlin. „Als Nachwuchskonzept des deutschen Volleyballs kann dieses Team nicht auf- oder absteigen und spielt außer Konkurrenz“, sagt Hinze, der die Ziele des SVW für die neue Spielzeit so formuliert: „Wir wollen den Weg weiter beschreiten und nicht zurückgehen. Das gesicherte Mittelfeld mit Platz acht plus soll es werden.“

Vorher steht aber erst mal die Vorbereitung, deren Planung natürlich auch Testpartien enthält. „Wir sind mit Mannschaften in Gesprächen, wollen oft zu Hause spielen, weil wir während der Saison viel reisen. Wir versuchen, uns gute Gegner einzuladen. In der Vergangenheit waren auch Erstligisten wie die Netzhoppers aus Königs Wusterhausen dabei. Wir würden auch gern gegen Drittligist PSV Neustrelitz antreten.“

Die Youngster zeigen es den Beachsenioren

Beim Ranglistenturnier zum Auftakt der Beachvolleyball-Landesmeisterschaft von Mecklenburg-Vorpommern 2019 am Hauptstrand von Warnemünde unterhalb von Leuchtturm und Teepott gab es sowohl bei den Damen als auch Herren einen „Durchmarsch“ ohne Spielverlust im Double Out. Bei den Herren konnten es die Youngster Sören Schröder und Matthias Lübcke endlich mal den Beachsenioren zeigen. Ein ganz starkes Turnier der beiden mit vielen spektakulären Abwehr- und Blockaktionen!

Der C-Cup war mit 17 Damen- und 24 Herren-Teams ebenfalls eine Herausforderung. An eine Vorrunde in jeweils vier Staffeln schloss sich ein Single-Out an. Ein strammes Programm für nur einen Turniertag.

Herren: 1. Sören Schröder/Matthias Lübcke (SV Warnemünde/ Schweriner SC) 200 Punkte, 2. Christian Grapentin/André Rübensam (USV Potsdam/Beachsenioren) 160, 3. Konrad Lübcke/Markus Doberstein (Pampow/Beachsenioren) 132, 4. Jörg Rübensam/Danny Jäckel (HSG Uni Rostock/VfL Schwerin) 108, 5. Eric Nikolaus/Toni Schneider (SV Warnemünde/SSC Palmberg Schwerin Beachteam) 80, 5. Konstantin Rode/Tommy Mehlberg (beide SV Warnemünde) 80.

Den C-Cup gewannen Michael Kopf/ Steffen Koch (Kommando Flachköpper).

Frauen: 1. Anne Matthes/Kristina Rübensam (TSV Frohsinn Seifersdorf/SC Potsdam) 300, 2. Laura Kurtz/Franziska Kühn (beide 1. VC Stralsund) 240, 3. Madleen Piest/Anett Schürmann (1. VC Stralsund/ohne Verein) 200, … 5. Henrike Thiessenhusen/Anne Weidauer (beide active beach e. V.) 120, … 7. Lisa-Marie Pilz/Laura Jahnke (beide SV Warnemünde) 100.

Den C-Cup gewannen Josephine Suhr und Karoline Vogt vom BBSC Berlin.

Komplette Ergebnisse: im Internet unter www.vmv24.de