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Handball HC Empor im Duell mit einem „unnormalen“ Aufsteiger

Von Bernd-Dieter Herold | 26.09.2019, 18:14 Uhr

In der 3. Liga Nord-Ost erwarten die Rostocker Männer am Sonntag den ebenfalls noch ungeschlagenen TuS Vinnhorst.

In der 3. Handball-Liga Nord-Ost kommt es am Sonntag (16.30 Uhr) in der ausverkauften Ospa-Arena zum Gipfeltreffen der neben Dessau-Roßlau noch ungeschlagenen Vertretungen des HC Empor und TuS Vinnhorst. Für den Rostocker Coach Till Wiechers ist die bisher weiße Weste der Gäste keine Überraschung. Bereits vor Saisonbeginn hatte er den Kontrahenten vom Mittellandkanal auf dem Zettel: „Vinnhorst ist mit seinen zweit- und teilweise sogar erstligaerfahrenen Akteuren mit vorn zu erwarten. Das ist kein normaler Aufsteiger.“

In der Tat verfügt dessen brasilianischer Trainer Nei Cruz Portela über einen Spielerstamm der Extraklasse. Dafür wurde kräftig die Schatulle geöffnet. So kam mit Florian Freitag aus Burgwedel ein bereits in der 1. Bundesliga (GWD Minden) eingesetzter Spielmacher. Der die serbische und ungarische Staatsbürgerschaft besitzende Milan Mazic zählt mit seiner europäischen Erfahrung zu den besten Kreisläufern der Liga. Zudem wurde mit Matheus Costa Dias ein rechter Flügelflitzer aus Brasilien geholt, der vorher in der 1. spanischen Liga agierte.

Der HC Empor, dessen erst 107 Gegentore weiter Spitzenwert der vier Drittliga-Staffeln sind, wird vor allem in der Defensive vor einer Bewährungsprobe stehen. Beim 28:20 zuletzt in Bernburg griff Wiechers bis auf Manndeckung zu allen möglichen Defensivvarianten. Die Blau-Gelben haben sich intensiv auf den Kontrahenten vorbereitet. Die null Minuspunkte sollen weiter Bestand haben.

Das ist der TuS Vinnhorst

Die Handballer aus dem zu Hannover gehörenden Stadtteil sorgen in der 3. Liga für Furore. Auf der Basis eines 2016 verkündeten Acht-Jahres-Planes möchte der TuS Vinnhorst von 1956 neben dem Erstligisten TSV Burgdorf zweitstärkste Kraft der Region werden. Über 20 Millionen Euro – davon 15 Millionen für einen zweitligatauglichen Hallenneubau – stehen dafür zur Verfügung. Ein Personaldienst-Unternehmen übernimmt zudem Trainer-Honorare, Fahrtkosten und Camps. Die „Agenda 2020“ als Zwischenstation – Erreichen der 3. Liga – wurde vorfristig erfüllt. 2016 noch Landesligist, erfolgte über Verbands- und Oberliga der Aufstieg in die dritthöchste Klasse. Und es soll noch eine Stufe höher gehen.

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