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Fußball Kopf-an-Kopf-Rennen um den Titel

Von Arne Taron | 13.01.2019, 14:18 Uhr

In der Kreisliga Warnow I führt Nebelküste das Feld an. Der große Gegensatz dazu ist in Staffel II der FSV Nordost II.

In der Staffel I der Fußball-Kreisliga Warnow hat sich an der Tabellenspitze ein interessanter Vierkampf entwickelt.

Aktuell liegt der FC Nebelküste Rostock punktgleich vor dem SV Pepelow auf Platz eins. Dahinter folgen in absoluter Schlagdistanz der Kröpeliner SV und der Kreisoberliga-Absteiger SV 1932 Klein Belitz. Auch der zweite Absteiger aus der Kreisoberliga, der PSV Rostock II, und der Sechste Reinshagen sind durchaus noch im Rennen.

„Insgesamt bin ich sehr zufrieden mit dem Verlauf der Hinrunde. Wir stehen auf dem ersten Platz, was über unseren Erwartungen liegt“, bilanziert Nebelküste-Coach Ronny Sagert und ergänzt: „Spielerisch war es in der 1. Halbserie ein ziemliches Auf und Ab, was zum einen an stärkeren Gegnern liegt als auch an ziemlichen Personalsorgen. Die vielen Ausfälle haben uns in der Kaderbreite Schwierigkeiten bereitet. Ich hoffe, dass sich die Situation zur Rückrunde etwas entspannt und wir es schaffen, mehr Kontinuität in unser Spiel zu bringen.“

Dennis Damerau, Spielertrainer des PSV II: „Nach unserer schwachen Vorsaison wollten wir schnellstmöglich Fuß fassen und uns fußballerisch weiterentwickeln. Wir wussten aber auch, dass wir als Absteiger automatisch zum Kreis der Aufstiegsanwärter zählen und anders wahrgenommen werden. Aktuell befinden wir uns in der Verfolgergruppe der Spitze, und da wollen wir solange wie möglich bleiben und den Druck hoch halten. Wichtig werden die Spiele nach der Winterpause, wenn wir mit Pepelow und Klein Belitz auf zwei Teams treffen, die vor uns stehen und bislang sehr gute Leistungen abgeliefert haben. Danach wissen wir, ob es für ganz vorne reicht oder wir uns weiter auf unsere Entwicklung konzentrieren können“, so Damerau über die sportlichen Ziele.

Der Post SV Rostock befindet sich sicherlich noch etwas hinter den eigenen Erwartungen und Ansprüchen. „Wir wollen und können mit Position sieben nicht zufrieden sein. Wir sind in der Hinrunde zu inkonstant gewesen und haben in den wichtigen Spielen zu wenig Punkte geholt. Dies müssen wir nach der Winterpause unbedingt versuchen zu ändern, wenn wir noch mal oben angreifen wollen“, resümiert Spieler Andreas Theis.

Bereits mit gehörigem Abstand folgt der SV Wittenbeck vor der SG Motor Neptun Rostock II.

„Wir hatten vor der Saison die Plätze eins bis vier als Ziel ausgegeben. Von dieser Vorgabe kann man sich verabschieden. Elf Punkte sind da eindeutig zu wenig“, sagt Thomas Strupp von den Wittenbeckern. „Wir konnten leider nicht an die gute Vorsaison anknüpfen. Als Gründe müssen hier die mangelhafte Trainingsbeteiligung und die schlechte Chancenverwertung angeführt werden. Teilweise fehlte auch die Einstellung, sich bei Rückstand gegen die drohende Niederlage zu stemmen. Ziel für die Rückrunde kann nur sein, so schnell wie möglich die Punkte einzufahren, damit wir mit dem Abstiegskampf nichts zu tun bekommen“, analysiert Strupp die Situation.

Henry Lampe, Trainer der SG Motor Neptun II, resümiert: „Es ist eine durchwachsene Hinrunde. Wir haben gut angefangen, aber zum Ende ließen wir leider nach. Besonders auswärts müssen wir in der zweiten Saisonhälfte zulegen.“

Der SV Rethwisch 76 findet sich aktuell auf Rang zehn wieder. „Wie erwartet war es eine schwierige 1. Halbserie für uns. Die Zielsetzung ist, am Ende über dem Strich zu stehen. Nach einem schweren Start mit einem überraschenden 5:5 gegen den FC Nebelküste konnten wir gegen direkte Konkurrenten zwei Siege und ein Unentschieden einfahren“, blickt Rethwischs Spielertrainer Kai Nierebinski zurück und fügt hinzu: „Leider fehlte uns gegen die Teams auf Augenhöhe die Kontinuität. Mit acht Punkten Vorsprung auf den verbliebenen Abstiegsplatz sollten wir aber den Grundstein für den sportlichen Klassenerhalt gelegt haben.“

Nur magere sechs Zähler fuhr bislang die zweite Mannschaft des Sievershäger SV ein. Trainer Stephan Voigt: „Aufgrund von personellen Ausfällen und mangelnder Einstellung einiger Spieler war es eine recht schwierige Hinrunde. Denen, die kontinuierlich da waren, kann ich nicht mal große Vorwürfe machen, die gaben oft alles. Wir haben teilweise auch keinen schlechten Fußball gespielt, aber die Chancenverwertung war eine absolute Katastrophe. Wir müssen mal schauen, ob und wie es weitergeht.“

Vorletzter ohne Punkt ist der 1. FC Obotrit Bargeshagen. „Wir spielten eine schlechte 1. Halbserie und bekamen immer gerade so eine Mannschaft zusammen. Trotzdem wir gezwungen waren, immer umzustellen, haben wir gekämpft, zwar teilweise hoch verloren, aber nie aufgegeben. Danke, Männer!“, resümiert Coach Thomas Ohde.

Beste Torschützen: Eric Zöller (Kröpeliner SV) 18 Treffer, Ralf Michael Tingelhoff (Reinshagen) 16, Eric Lucyga (FC Nebelküste Rostock) 13, Dennis Meissner (SV Pepelow) 13, Marcel Schwanbeck (Post SV Rostock) 13, Marco Loppnow(SV 1932 Klein Belitz) 9, Timo Gatzke(SV Pepelow) 8, Erik Heinrich (Post SV) 8, Marco Liebau (SV Rethwisch 76) 8, Christian Riemann (Klein Belitz) 8, Florian Thielert (Kröpelin) 8

Der FSV Nordost II steht mit dem Rücken zur Wand

In der Staffel II der Fußball-Kreisliga Warnow belegt aktuell der Gnoiener SV den Platz an der Sonne.

Die Gnoiener – in der vergangenen Saison noch in der Verbandsliga zu finden – waren erwartungsgemäß nicht zu stoppen, fuhren in 13 Spielen 13 teilweise sehr klare Siege ein und führen das Klassement mit sechs Punkten Vorsprung vor dem Zweiten Laager SV 03 II an.

Auf einem guten dritten Platz findet sich Aufsteiger SV Gelbensander Grashopper wieder. „Nach einem sehr guten Start hatten wir zwischenzeitlich eine Phase, in der wir vier Spiele nicht gewinnen konnten. Aber auch diese Negativserie haben wir überstanden und sind beachtlicher Dritter“, fasst Martin Rusik zusammen und fährt fort: „Im Pokal erreichten wir das Viertelfinale und bekamen dort mit Gnoien den stärksten möglichen Gegner zugelost. Dennoch wollen wir weiterhin im Wettbewerb bleiben.“

Auf Platz sechs liegt der Kreisoberliga-Absteiger SG Fiko Rostock. „Trotz permanenter Personalnot können wir mit der Punkteanzahl zufrieden sein. Und wir freuen uns über jeden Neuzugang“, so Trainer Jens Reinke.

Die Rostocker BSG platzierte sich nach einem sehr wechselvollen Saisonverlauf gegen Ende der 1. Halbserie zumindest im Tabellenmittelfeld. Stürmer Robert Zell: „Nach mäßigem Auftakt konnten wir uns fangen, und es stellte sich der Erfolg ein. Einige schwerere Verletzungen machten uns seit Beginn der Saison das Leben schwer und zwangen immer wieder zu Umstellungen und Einsätzen von eigentlich inaktiven Spielern.“ Fünf Siege fuhren Zell und Kollegen ein. „Wir verloren deutlich gegen Gnoien (1:7/3:7 – d. Red.) und Laage II (1:7), ließen gegen RFC III (0:0) und Lohmen (3:3) mächtig Chancen und Punkte liegen, verloren unglücklich die Kampfspiele gegen Fiko (2:3 im ersten Duell, das zweite endete 4:1 – d. Red.) und Sukow (5:6), überzeugten mit Feuerwerken gegen Papendorf II (6:2), Lalendorf (13:1) und Nordost II (4:1), schockten Gelbensande (4:1) und ließen uns von Dummerstorf II 1:5 überrennen – ein stetiges Auf und Ab! Mit unserer Offensive sind wir sehr zufrieden, bei der Defensive gibt es noch einiges an Arbeit, um in der Rückrunde mehr Punkte als in der Hinrunde zu holen“, analysiert Zell.

Kapitän Denis Rehfeldt vom Rostocker FC III spricht von einer „insgesamt sehr durchwachsenen ersten Saisonhälfte. Höhepunkt war der 5:2-Auswärtssieg gegen Fiko. An diese Leistung müssen wir 2019 anknüpfen, um uns frühzeitig aus dem Abstiegskampf zu verabschieden. Das Potenzial ist definitiv vorhanden, lediglich die Konstanz und eine geschlossene Mannschaftsleistung fehlten ab und an.“

Elfter ist der FSV Dummerstorf 47 II. „Bisher lief es für uns nur teilweise nach Plan, weshalb wir oft unter unseren eigenen Erwartungen blieben. Schaut man auf die Statistik, fällt eine deutliche ,Heimspiel-Schwäche‘ auf – wir gewannen nur einmal zu Hause und holten ein Remis. Auswärts hingegen ist unsere Tordifferenz gleich null (16:16 – d. Red.)“, fasst Justin Tom Krull die zurückliegende Halbserie für die Dummerstorfer zusammen und schaut nach vorn: „In der Rückrunde müssen wir effizienter und vor allem, wie zuletzt, als Team spielen.“

Auf den beiden Abstiegsplätzen befinden sich die SG Warnow Papendorf II und der FSV Nordost Rostock II.

„Wir haben unser Ziel, uns im Tabellenmittelfeld festzusetzen, komplett verfehlt. Daher befinden wir uns im Abstiegskampf. Eine völlig neue Situation für uns“, sagt Spieler Kai Ole Christiansen von Papendorf II.

Die rote Laterne mit bisher lediglich einem Sieg hält der FSV Nordost II in der Hand. „Wir stehen mit dem Rücken zur Wand und müssen im neuen Jahr dringend die nötigen Punkte gegen den Abstieg holen. Dass es nicht einfach wird, ist uns bewusst, aber wir glauben bis zum Schluss daran“, gibt sich Trainer Florian Lorenz kämpferisch.

Beste Torschützen: Marcus Ode (Sukower SV) 20 Treffer, Marco Balz (Gnoiener SV) 17, Martin Clemens (Rostocker BSG) 16, Robert Lewerenz (Gnoien) 12, Lars Niedballa 12, Chris Hildebrandt (beide TSV Langhagen/Kuchelmiß) 11, Christian Montschko (SV 90 Lohmen) 10, Marten Vorwerk (Rostocker BSG) 10, Max Beutel (Laager SV 03 II) 9