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Eishockey „Für uns ist noch alles drin“

Von Peter Richter | 31.01.2019, 14:50 Uhr

Christian Behncke, Trainer des Rostocker Eishockey-Clubs, äußert sich im Interview vor Beginn der heißen Saisonphase.

Elf Spiele verbleiben den Piranhas des Rostocker Eishockey-Clubs noch in der Hauptrunde der Oberliga Nord 2018/19. Im Kampf um die direkten Play-off-Plätze eins bis sechs beginnt nun mit den Partien am Freitag um 20 Uhr in der heimischen Eishalle Schillingallee gegen die Saale Bulls aus Halle und Sonntag ab 19 Uhr bei den Hannover Indians (3.) die heiße Saisonphase. Aktuell ist der REC Achter und hat mit 56 Punkten neun Rückstand zu Rang sechs (Herner EV). NNN-Mitarbeiter Arne Taron befragte Piranhas-Trainer Christian Behncke.

Zuletzt gab es ein 2:3 in Herne und ein 7:4 gegen die Füchse Duisburg. Wie lautet Ihr Fazit?

Zufrieden kann man nicht sein. Wir hatten uns in Herne mehr erhofft. Wir haben dort leider zu viele Strafen bekommen, zwar gut verteidigt, doch am Ende dadurch eben auch viel Kraft gelassen. Gegen Duisburg kassierten wir zwar wieder Strafen, nutzten aber endlich auch mal unsere Chancen und trafen vernünftig. Sieben Tore sind uns in dieser Saison noch nicht allzu oft gelungen. Doch wir hätten gern mehr gehabt als drei von sechs Punkten.

Wie beurteilen Sie die Tabellensituation, was ist für die Piranhas noch drin?

Wir peilen nach wie vor den sechsten Platz und damit die direkte Qualifikation für die Play-offs an. Bei noch 33 zu vergebenden Zählern ist für uns noch alles drin, natürlich müssen wir aber auch darauf hoffen, dass die direkte Konkurrenz Punkte liegen lässt.

Wie gehen Sie in die letzten Partien der Hauptrunde?

Nicht anders als in die Spiele vorher. Wir laufen immer auf, um zu gewinnen. Wir wollen immer das Beste geben und so viele Punkte wie möglich sammeln.

Mit Petr Gulda wurde vor kurzem noch ein Verteidiger verpflichtet. Was versprechen Sie sich von ihm?

In erster Linie noch mehr Stabilität in der Verteidigung, und wir wollten mit dieser Verpflichtung natürlich auch den Kader in der Tiefe verbessern. Zudem zeigt Petr ein gutes Offensivspiel und spielt auch entscheidende Pässe in die Tiefe. Das hat man bei seinen ersten beiden Einsätzen auch schon gut gesehen.

In Herne verletzte sich Verteidiger Marc Kohl an der Schulter. Wie geht es ihm, und wie sieht es allgemein personell aus?

Marc Kohls Verletzung war glücklicherweise nicht so schwerwiegend wie zuerst angenommen. Aber auch eine Rippenprellung kann sehr schmerzhaft sein. Da müssen wir abwarten. Ansonsten sind wir aktuell vom Verletzungspech oder von Erkrankungen verschont.

Auf der Torwartposition bekommen sowohl Jan Dalgic als auch Jakub Urbisch ihre Einsätze…

Derzeit machen wir es von den Leistungen im Spiel und in den Trainingseinheiten abhängig, wer steht. Beide sind in etwa auf dem gleichen Level und pushen sich gegenseitig. Das ist gut für die beiden und für die Mannschaft. In den letzten drei, vier Partien der Hauptrunde legen wir uns auf einen Stammkeeper für die Play-offs fest. So ist zumindest der Plan.

Tomas Kurka (zwölf Tore/ 32 Vorlagen), Michal Bezouska (25/14) und Greg Classen (12/25) sind die Top-Scorer Ihres Teams – wie zufrieden sind Sie mit Ihren Leistungsträgern?

Alle drei gehen in der Mannschaft absolut voran und haben ihre Punkte gemacht. Mehr geht aber sicherlich immer, und nur an den Scorerpunkten kann man es auch nicht festmachen. So hatte ein Tomas Kurka eine Phase, wo er länger nicht traf, wo er jedoch eben auch sehr wertvolle und mannschaftsdienliche Arbeit in der Defensive leistete – und das findet man in keiner Scorer-Statistik.

Am Freitag geht es gegen die Saale Bulls, Sonntag tritt der REC bei den Hannover Indians an. Was ist drin?

Auch diese beiden Partien werden wieder sehr intensiv. Gegen Halle haben wir nach dem 0:9 zum Jahresende 2018 etwas gutzumachen, das weiß die Mannschaft, und sie wird Vollgas geben. Auch bei den Indians haben wir diese Saison schon gewonnen, wissen also, dass und wie es geht. Wir müssen uns an die Taktik halten und Strafen vermeiden.