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Seit einer Insolvenz findet sich offenbar kein neuer Investor : Golfen mit Meerblick bleibt vorerst Vision

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Golfen mit einem traumhaften Blick auf die Ostsee. In den vergangenen Monaten konnte selbst die einmalige Lage kaum noch Gäste auf den Golfplatz nach Hohen Wieschendorf locken.

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erstellt am 04.Jul.2011 | 08:02 Uhr

Hohen Wieschendorf | Golfen mit einem traumhaften Blick auf die Ostsee, in einer leicht hügeligen Landschaft - in den vergangenen Monaten konnte selbst die einmalige Lage kaum noch Gäste auf den Golfplatz nach Hohen Wieschendorf locken. Immer wieder gab es negative Schlagzeilen: Vor zwei Jahren die Insolvenz, im vergangenen Jahr dann das Aus für das Golfhotel. Anfang Mai keimte wieder Hoffnung auf. Der Boltenhagener Architekt Uwe Wulf kündigte bei der Mitgliederversammlung des Golfclubs an, eine Gruppe Boltenhagener Hoteliers und Gastronomen wolle den Golfplatz künftig betreiben. Gegenüber unserer Zeitung versprach Wulf, "dass die Golfer sanitäre Räume vorfinden, dass sie ihre Umkleideräume nutzen können und auch ihre Schränke für Golftaschen, so dass es dann also wieder in einen geordneten Betrieb übergeht. Ganz wichtiges Herzstück ist natürlich die Gastronomie dabei."

Hohenkirchens Gemeindevertreter Gerd Peplau schenkt diesen Versprechungen keinen Glauben. Er war bei der Mitgliederversammlung des Golfclubs Anfang Mai dabei. "Seriös", sagt Peplau, kam ihm der Auftritt des neuen Betreibers nicht vor. "Weder das Amt Klütz, noch der Bürgermeister, noch irgendeiner aus der Gemeindevertretung hat offiziell eine Mitteilung über die weitere Vorgehensweise dort auf dem Golfplatz gemacht." Und das Versprechen, das Golfhotel öffne noch im Mai, sei auch nicht eingehalten worden.

Nach Informationen unserer Zeitung soll die Investorengruppe für die Insolvenzverwalterin aus Hamburg inzwischen auch nicht mehr als Betreiber für den Golfplatz in Frage kommen. Ein Insider berichtet, dass die Investorengruppe schon längst hätte nachweisen müssen, dass sie die Pacht für die Anlage bezahlen kann. Bislang soll aber nichts passiert sein. Auch beim Hotel nicht: Das sei nach wie vor in einem desolaten Zustand, sagt Peplau, und die Türen sind weiter verschlossen. "Da ist ja seit September, seit der Schließung nichts passiert. Auf der Terrasse liegt ein toter Vogel, in den Klubräumen sind die Blätter von sämtlichen Grünpflanzen abgefallen - also da ist ja nichts gemacht worden. Auf den Terrassen wächst das Gras durch die Fugen usw.", schüttelt Peplau mit dem Kopf.

Wulf vertröstet, sagt, er wolle weitere Gespräche führen. Nach Informationen unserer Zeitung sucht die Insolvenzverwalterin inzwischen neue Investoren. Für eine offizielle Stellungnahme war sie nicht zu erreichen. Matthias Siefert vom Golfclub glaubt trotz der erneuten Schwierigkeiten immer noch an eine Zukunft des ersten Golfplatzes in den neuen Bundesländern. "Noch ist das Restaurant zwar geschlossen, aber ich weiß, wie schwierig es ist, eine Cate ringfirma zu finden. Ich bin optimistisch, dass schon bald ein geregelter Betrieb stattfindet."

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