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Lokales

19. September 2017 | 15:34 Uhr

"Goldleisten" wird jetzt Wohnviertel

vom

svz.de von
erstellt am 06.Okt.2010 | 06:32 Uhr

Grabow | Das 3,1 Hektar große Areal des früheren Stammsitzes der Heinsius Goldleisten-Fabrik westlich des Eldehafens ist seit Frühjahr diesen Jahres Grabows Großbaustelle schlechthin: Seit damals läuft der Abriss der ehemaligen, seit 14 Jahren leer stehenden Produktionsgebäude. Zwischendurch - das ist noch keine vier Wochen her - war der 40 Meter hohe Schornstein gesprengt worden. Wie ein Finger ragte das wahrscheinlich jüngste Bauwerk beinahe 100 Jahre über das Firmengelände, das zwischen 1866 und 1926 errichtet worden war.

Und noch ist immer nicht alles abgebrochen und abtransportiert, was für die künftige städtebauliche Entwicklung dieses Bereiches überflüssig ist. "Der Abbruch läuft noch und er wird auch noch eine Weile in Anspruch nehmen", sagt Lutz Eichel, Geschäftsführer der ewp. Seine Wittenburger Firma hatte das Gelände erworben, brauchte dann aber tatsächlich drei Jahre, um ihre Planungen in einem bürokratischen Marathon bis zur Baugenehmigung durchzuboxen.

Seitdem tut sich was: Teile des Geländes sind inzwischen baufrei. Auch jener Bereich auf der Seite des Grünen Steigs, auf dem laut Planungen in einem separaten dreigeschossigen Gebäudekomplex 43 seniorengerechte Wohnungen entstehen. "Hier sind wir inzwischen beim Hochbau", sagt Eichel, der fest damit rechnet, den Komplex im März kommenden Jahres übergeben zu können. Das Interesse an der Einrichtung ist übrigens enorm: Die Hälfte der Wohnungen sind bereits vermietet.

Das wiederum überrascht Bürgermeister Ulrich Schult nicht wirklich: "Der Bedarf an alten- und behindertengerechtem Wohnraum ist groß , und er wird noch steigen. Und ich kann mir wirklich Schlimmeres vorstellen, als in dem neu entstehenden Wohngebiet in der westlichen Altstadt zu wohnen."

Ob das so genannte Projekt "westliche Altstadt" - gelegen zwischen Steindamm, Grüner Steig, Kleingärten und Hafen - seinen an schlichte Geografie angelehnten Namen behalten wird, ist noch nicht raus. Wahrscheinlich aber nicht, sagt Geschäftsführer Eichel gestern. Es gebe bereits andere Überlegungen und natürlich entsprechende Gespräche mit der Stadt, deren Ergebnisse wahrscheinlich schon in Kürze öffentlich gemacht würden.

Derweil werden sich die Wittenburger mit dem nächsten Bauabschnitt befassen, für den momentan die Ausschreibung läuft: Noch in diesem Jahr soll der Bau des Stichkanals aus dem Hafenbecken mit zwei angeschlossenen Kanälen erfolgen. Dafür hatte das zuständige Wasser- und Schifffahrtsamt in Lauenburg schon vor geraumer Zeit seinen Genehmigung erteilt.

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