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Plau am See Hubbrücke Plau bleibt gesperrt

Von Alexander Fischbach | 29.08.2020, 07:00 Uhr

Untersuchung ergab größere Schäden als angenommen. Sperrung voraussichtlich bis Mai 2021

Bei der in der letzten Woche erfolgten Untersuchung der Schäden an der Hubbrücke hat sich ein weit größeres Schadbild ergeben, als bisher angenommen. „Zunächst sind wir von einer kleinen Störung ausgegangen“, sagt Martin Gellner vom Wasserstraßen-und Schifffahrtsamt Lauenburg (WSA) Es werden weit mehr Bauteile ausgetauscht werden müssen, als bisher vermutet worden war.

Im Zuge der weiteren Planung und der erforderlichen Baumaßnahmen wird die Brücke bis voraussichtlich Ende Mai des nächsten Jahres gesperrt bleiben. Aufgrund des Alters der Bauteile kann kein Ersatz mehr beschafft werden. Der Schiffsverkehr kann die Brücke weiterhin uneingeschränkt passieren. Der Straßenverkehr, sowie Fußgänger und Radfahrer werden gebeten die ausgeschilderten Umleitungen zu benutzen. Das WSA hat am vergangenen Donnerstag die Straßenverkehrsbehörde des Kreises Ludwigslust-Parchim von dieser Entwicklung in Kenntnis gesetzt und wird sich auch auch mit der Stadtvertretung Plau in Verbindung setzen.

„Leider mussten wir feststellen, dass ein Frequenzwandler defekt ist“, heißt es von Martin Gellner. Diese Geräte sorgen eigentlich dafür, dass die Motoren der Brücke langsam und nicht ruckartig arbeiten. Unglücklicherweise verfüge die Hubbrücke Plau nicht mehr über eine Handsteuerung. Diese war Anfang der Neunzigerjahre ausgebaut worden. Allerdings werden, davon geht das WSA aus, nicht nur diese Bauteile ausgetauscht werden müssen. Im Zuge der Reparatur wird es voraussichtlich dazu kommen, dass tiefgreifenden Eingriffe in die Steuerung und den Austausch der elektrischen Teile der Brücke vorgenommen werden.