Gläserne Schönheit neu in Blei gefasst

Schön wie eh und je sind die in Blei gefassten Fenster von St. Heinrich in Perleberg. B. Haak (2)
Schön wie eh und je sind die in Blei gefassten Fenster von St. Heinrich in Perleberg. B. Haak (2)

Mit 8500 Euro unterstützte der Bau- und Förderverein der katholischen Kirchengemeinde St. Marien Perleberg 2007, vor allem aber 2008 ihm wichtige Projekte.

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26. Januar 2009, 07:14 Uhr

Perleberg | Auch wenn der Tag zur Neige geht - das Licht reicht aus, es lässt das Kleid von Maria im kräftigen Rot leuchten: Pfarrer Bertram Pricelius steht mit den Mitglieder des Bau- und Fördervereins in der Kirche St. Marien in Perleberg. Die mit Blei verglasten Fenster sind der Anlass. Dank der Zuwendung des Vereins konnten sie restauriert werden, sagt der Vereinsvorsitzende Martin Brödder.

Als die Kirche Mitte der 90er Jahre "vom Fußboden bis zum Dach saniert wurde", wie Pfarrer Pricelius sagt, habe das Geld für die Fenster gefehlt. Für 2010 war deren Restaurierung ins Auge gefasst. Als aber im vergangenen Jahr aus dem Land die Signale kamen, Fördergeld für die Fenster könne beantragt werden, entschloss sich der Bau- und Förderverein, 5000 Euro mit als Eigenmittel einzubringen. "Wir sind als Verein in der glücklichen Lage, über die Verwendung unserer Mittel ganz allein entscheiden zu können", hebt Brödder hervor. Seit 1997 habe man sage und schreibe 30 000 Euro an Zuwendungen verbuchen können. Das Geld stamme ausschließlich von privaten Spendern. So konnte auch der Auftrag für das Instandsetzen der Fenster gegeben werden. Dort, wo es nötig war, wurde die Bleiverglasung aufgearbeitet. Die Scheiben sind neu eingesetzt, ergänzt mit einem gläsernen Schutz im Innern der Kirche. Eine kleine Rinne aus Kupfer fängt das Schwitzwasser auf und leitet es ab. "Die Belüftung der Fenster haben wir neu gelöst", sagt Bertram Pricelius.

Der Bau- und Förderverein hat vergangenes Jahr aber nicht allein die Fensterrestaurierung finanziell unterstützt. Geld haben die Mitglieder auch für die Befestigung eines Weges auf dem Gelände von St. Marien und für eine Mitteltür am Gebäudekomplex zur Verfügung gestellt.

Wenn auch der Bau- und Förderverein nach den Worten seiner Mitglieder den Schwerpunkt in Perleberg setzt, gucke man auch nach Wittenberge, sagt Pfarrer Pricelius. 2007 gab der Verein 1600 Euro dazu für die Neugestaltung des Haupteingangs zum Kirchengelände St. Heinrich von der Friedrich-Ebert-Straße aus.

Da für 2009 keine dringenden Projekte an St. Marien und auf dem Gelände anstehen, "denken wir über die Unterstützung vor Vorhaben in Wittenberge nach", sagten die Vereinsmitglieder am Sonnabend auf ihrer Sitzung.

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