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Leitungsschaden im Maschinenhaus: Ätzendes Ammoniak tritt aus : Giftalarm: Rostocker Eishalle evakuiert

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Großeinsatz für die Rostocker Feuerwehr: Im Maschinenhaus der Eishalle ist gestern Nachmittag Ammoniak ausgeströmt. Es hatte ein Leck an einer Gasleitung gegeben, 25 Menschen wurden daraufhin aus der Halle evakuiert.

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erstellt am 03.Jan.2011 | 08:28 Uhr

Rostock | Großeinsatz für die Rostocker Feuerwehr: Im Maschinenhaus der Eishalle ist gestern Nachmittag Ammoniak ausgeströmt. Es hatte ein Leck an einer Gasleitung gegeben, 25 Menschen wurden daraufhin aus der Halle evakuiert.

Das stechend riechende Gas aus der Leitung ist eiskalt und giftig. Beim Einatmen des Stoffes können Verätzungen in der Lunge entstehen. Auch beim Kontakt mit Haut und Augen wirkt Ammoniak stark ätzend. "Von der undichten Stelle aus strömte das Gas allerdings in das abgeschlossene technische Zuleitungssystem", sagt Roland Scheller von der Feuerwehr-Leitstelle. Die Besucher der Eishalle seien also nicht unmittelbar gefährdet gewesen, sondern vorsichtshalber aus der Halle gebracht worden. In der Sportstätte im Hansaviertel wird Ammoniak genutzt, um die Eisflächen zu kühlen.

Feuerwehr rückt mit Schutzanzügen aus

"Der Grund für das Leck ist vermutlich Materialermüdung", sagt Hans-Ulrich Matschos, der beim städtischen Schul- und Sportamt das Sachgebiet Sondersport hallen leitet. Nach Angaben der Feuerwehr riss ein Manometer ab und verursachte das Loch in der Leitung.

Wie die Polizei mitteilt, sei es der unangenehme Geruch gewesen, der auf den Ammoniak-Unfall aufmerksam machte. Der Haustechniker löste gegen 14.30 Uhr Alarm bei der Feuerwehr aus, die mit 44 Mann und Spezialfahrzeugen für Gefahrgut einsätze ausrückte. Mit Schutzanzügen gingen die Einsatzkräfte in das Maschinenhaus, sperrten die Leitung ab und ließen Luft in die Räume.

Laut Matschos wurde die undichte Stelle noch gestern repariert. Städtisches Schulamt und Betreiber teilten mit, dass die Halle ab heute wieder regulär geöffnet ist.

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