Getreideschlag ging in Flammen auf

Die Roggendorfer Wehr bekämpft einen Flächenbrand bei Breesen.vobo
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Die Roggendorfer Wehr bekämpft einen Flächenbrand bei Breesen.vobo

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21. Juli 2010, 01:57 Uhr

Vitense/Roggendorf/Breesen | Großfeuer bei Vitense Parber: Aufgrund der extremen Trockenheit geriet dort am gestrigen Nachmittag gegen 13.30 Uhr ein Getreideschlag mit Wintergerste in Flammen. Vier Wehren der Region Rehna kämpften dort gegen das Feuer und eine mehrere hundert Meter hohe Rauchsäule an. Wie der Chef der Agrar Genossenschaft Köchelstorf, Reinhard Drews, gegenüber der SVZ sagte, habe man vor dem Hintergrund der extremen Witterung kaum eine Chance gehabt. "Das Feuer brach selbst dort aus, wo wir längst abgeerntet bzw. die Einsatztrupps die Löscharbeiten abgeschlossen hatten", berichtet Drews. Steine und Erdboden seien vermutlich so aufgeheizt, dass einzelne Feuer von selbst entstanden. Einen Steinschlag und daraus resultierenden Funkenschlag in den landwirtschaftlichen Geräten soll es nicht gegeben haben.

Ohne die Einsatzbereitschaft der Wehren aus Rehna, Vitense, Gadebusch und Schönberg, wären die allein durch den Wind immer wieder entfachenden Feuer kaum zu bändigen gewesen. "Wir waren froh über die Hilfe weiterer Unternehmen", so Drews. Zu ihnen zählten Hans Eckhardt Lüth aus Vitense und Dirk Hopp von einem vor Ort tätigen Dienstleistungsunternehmen. Er war gerade beim Wässern von Bäumen, als er die Rauchsäulen empor steigen sah: "Ich habe ein Fass voll mit Wasser auf dem Transporter, da muss ich einfach helfen." Darüber hinaus pendelten die Arbeitskräfte der Agrar Genossenschaft Köchelstorf mit ihren Tankfahrzeugen, damit den Wehre das Löschwasser nicht ausging. "All den Helfern vor Ort möchte ich meinen Dank aussprechen", sagt Reinhard Drews. Dennoch wurden schätzungsweise 15 Hektar Winterweizen ein Raub der Flammen. Der Schaden beläuft sich auf circa 15 000 Euro.

Wahrlich Glück hatten gestern landwirtschaftliche Betriebe um Roggendorf und die Feuerwehren aus Roggendorf und Gadebusch. So verhinderten die Einsatzkräfte einen Flächenbrand entlang der Verbindungsstraße B 208 nach Breesen. Dort hatte sich in einem Graben trockenes Gras und Holz entzündet. "Wir können wirklich von Glück reden, dass hier Raps angebaut wurde. Ein Getreideschlag hätte bei dieser Witterung sofort Feuer gefangen", sagt ein Feuerwehrmann. Die Brandursache ist noch ungeklärt. Die Feuerwehren weisen darauf hin, dass weder Glas noch Zigaretten achtlos entsorgt werden dürfen. Mit einem Ende der Trockenheit ist in den kommenden Tagen nicht zu rechnen. Die Behörden haben für den Bereich Gadebusch die Waldbrandwarnstufe drei ausgerufen.

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