zur Navigation springen
Lokales

22. November 2017 | 08:33 Uhr

Geteiltes Echo auf Streikaufruf

vom

svz.de von
erstellt am 08.Mär.2011 | 06:37 Uhr

ludwigslust | Es hat sich etwas angesammelt, was die beruflichen und sozialen Bedingungen für die Lehrer betrifft: hohes Stundenaufkommen und viele zusätzliche Aufgaben ohne Abminderungsstunden - es ist ein heißer Frühling für die Schweriner Landesregierung. Die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) macht Dampf und hatte ihre Mitglieder und Sympathisanten zu einer Kundgebung vor das Schweriner Finanzministerium mobilisiert. Auch aus der Ludwigsluster Region waren gestern etliche Lehrer in die Landeshauptstadt gefahren.

Zuvor hatten die Schulen allerdings die Betreuung der Schüler organisiert. In der Grabower Grundschule "Eldekinder" beispielsweise hatten die Eltern einen Brief erhalten, in dem sie gebeten wurden, ihren Kindern an diesem Tag Deutsch-, Mathe- und Sportsachen mitzugeben.

Auch das Kollegium der Lennéschule Ludwigslust hatte über den Streikaufruf diskutiert. Ein Teil der Lehrer fuhr zur Demo nach Schwerin, denn sie wollten zeigen, dass die Lehrerschaft hinter den Forderungen der Gewerkschaft steht. Die Anderen sicherten weitgehend den Unterricht ab. In diesem Schuljahr sei wegen der Unbilden des Winters schon so viel Unterricht ausgefallen, dass man nicht noch weitere Stunden einbüßen wollte, so eine Begründung.

Gestern Mittag war der Schulhof der Fritz-Reuter-Grundschule Ludwigslust, an anderen Tagen mit quirligem Leben erfüllt, nahezu verwaist. Auch die Busse, die sich in den Mittagsstunden normalerweise in der Seminarstraße drängen, waren weitgehend weggeblieben. Nur ein geringer Teil der Schüler war gekommen, deren Betreuung war gesichert worden.

Eine ähnliche Situation bot sich an der Friedrich-Rohr-Schule Grabow und an der Regionalen Schule in Malliß. Die Hagenower Region war ein Spiegelbild der Ludwigsluster Situation. Die Einen machten ihre Schulen dicht, andere sandten Abordnungen nach Schwerin, und an einigen Schulen ging der Streik auch völlig vorbei. In der vergangenen Woche hatte die GEW schon einmal zu einem Protesttag nach Rostock eingeladen, dem 2000 Beschäftigte des öffentlichen Dienstes folgten. Die Gewerkschaft sprach von einem großen Erfolg. Bundesweit hatten sich über 22 000 Männer und Frauen an der Protestaktion beteiligt.

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen