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Führender Bahnvertreter angekündigt : Gesprächsrunde mit Berufspendlern

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Ludwigslust sowie die Wirtschaftsförderung des Landkreises (Wifög) veranstalten ein Pendlerforum, zu dem nicht nur alle Betroffenen eingeladen sind.

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erstellt am 08.Apr.2011 | 08:45 Uhr

ludwigslust | Die Stadt Ludwigslust sowie die Wirtschaftsförderung des Landkreises (Wifög) veranstalten ein Pendlerforum, zu dem aber nicht nur alle Betroffenen eingeladen sind. Rund 23 000 Frauen und Männer pendeln aus beruflichen Gründen aus dem Landkreis aus. Für sie sind günstige Zugverbindungen und andere Faktoren, die zur Vereinbarkeit von Familie und Beruf beitragen, existenziell wichtig.

Thema ist ein Ausblick auf den Fahrplan 2011/12 und die aktuelle IC/ICE-Anbindung von Ludwigslust. Dazu wird Stefan Schubert von der Deutschen Bahn Fernverkehr AG erwartet - er ist Referent für Fahrpläne. Sein Kommen angekündigt hat ebenfalls Dr. Joachim Trettin, Konzernbevollmächtigter der Bahn-Region Nordost. Außerdem informiert Wifög-Mitarbeiterin Britta Kremke zu dem Projekt "Papa pendelt", zum Pendlerportal und zu Ideen über die Vereinbarkeit von Familie und Beruf. So soll für Pendler und ihre Familien ein Pendler-Kindergarten mit angepassten Öffnungszeiten und Hol-/Bringedienst zum Bahnhof konzipiert werden. Für spontane Notfälle, zum Beispiel wenn das Kind krank ist und nicht in die Kita gehen kann oder wenn ein Familienangehöriger plötzlich Hilfe benötigt, soll ein Online-Notfall-Betreuungsportal eingerichtet werden. Hier können sich Menschen, die kurzfristig bei der Betreuung von Kindern und Familienangehörigen einspringen wollen, registrieren lassen. Auch Angebote von Tagesmüttern können hier eingestellt werden.

Die Veranstaltung richte sich nicht nur an Berufstätige, die mit dem Zug zur Arbeit fahren, sondern auch an diejenigen, die täglich mit dem Auto unterwegs sind. Das unterstreicht Ludwigslusts Bürgermeister Reinhard Mach. Er hat es als sein Ziel erklärt, die Sorgen und Nöte der Berufspendler ernst zu nehmen. Inzwischen hat er nahezu 100 E-Mail-Adressen von Betroffenen, die ihre Problemsicht mitgeteilt haben. Durch seine intensiven Bemühungen ist es im vergangenen Jahr gelungen, einen zusätzlichen ICE-Halt in Ludwigslust zu bekommen. "Wir sind nach Frankfurt gefahren, und die Leute von der Bahn haben uns zugehört", sagt Mach mit optimistischem Blick auf die Zusammenarbeit. Denn ein weiteres Nahziel gibt es noch: Teilzeit arbeitende Frauen wünschen sich einen Zughalt zwischendurch, um länger für ihre Familie da sein zu können. "Anliegen des Forums ist es, die Wünsche und Vorstellungen der Pendler kennen zu lernen und für eine Verbesserung der Bedingungen tätig zu werden. Dabei soll ausdrücklich nicht etwaiger Frust über die Bahn das Thema sein", so Bürgermeister Mach.

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