Generation 50 Plus im Blick

Die Zahl der Blutspender hat im Landkreis gegenüber 2009 leicht zugenommen.
Die Zahl der Blutspender hat im Landkreis gegenüber 2009 leicht zugenommen.

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21. April 2010, 10:05 Uhr

Schwerin/Ludwigslust | "Blut ist ein ganz besonderer Saft", ließ schon Goethe seinen Mephisto im "Faust" philosophieren. Und das zu Recht, denn dieser Saft ist für den menschlichen Organismus unentbehrlich, hilft Leben zu retten. Blutkonserven sind dabei unersetzlich. Sie werden ständig in großer Zahl benötigt, vor diesem Hintergrund ist es wichtig, immer mehr neue Spendenwillige zu gewinnen.

Wie die Statistik des DRK-Blutspendedienstes Mecklenburg-Vorpommern gGmbH zur derzeitigen Situation des Blutspendewesens im Landkreis Ludwigslust deutlich macht, ist in den ersten drei Monaten 2010 im Vergleich zum Vorjahreszeitraum ein leichtes Wachstum zu erkennen. "In diesem Zeitraum konnten wir 2144 Spendewillige verzeichnen. Die tatsächliche Zahl der Spenden lag bei 1951. Bei insgesamt 34 Blutspendeterminen erschienen 294 Neuspender", listet Rainhard Wohlgemuth, Werbereferent des DRK-Blutspendedienstes Mecklenburg-Vorpommern gGmbH, aussagekräfte Zahlen und Fakten auf. Was die Entwicklung des Blutspendewesens im Kreis zwischen dem 1. Januar und dem 31. März 2009 betraf, so kamen 2113 Spender zu den 32 Aktionstagen des Blutspendedienstes. Die tatsächlich abgegebenen Spenden beliefen sich auf 1906. 179 Neuspender konnten die DRK-Blut spendeteams in den jeweiligen Einsatzorten begrüßen. Der Anstieg der Neuspenderzahl liege laut Rainhard Wohlgemuth in der erhöhten Spendenbereitschaft der Bundeswehr begründet. "Es ist erfreulich, dass die Spendenzahlen von 2009 gehalten und sogar etwas gesteigert werden konnten. Engpässe bei der Blutversorgung gibt es zurzeit nicht. Anstrengungen in der Werbung müssen in allen Regionen unternommen werden, hauptsächlich in den Randgebieten des Landkreises zur Landeshauptstadt. In diesen Gebieten können wir schon einen leichten Rückgang verzeichnen, der wohl mit der Nähe zum privaten Blutspendedienst zu tun hat."

Die nächsten größeren Aktionen hat der Blutspendedienst im Kreis Ludwigslust im Juni geplant. "Dann sind wir wieder drei mal donnerstags in Hagenow." Dort sind die Mitarbeiter des DRK-Blutspendedienstes mehr als 15 mal im Jahr vor Ort. "Die Termine im Hagenower Kreiskrankenhaus, das uns seit Jahren tatkräftig unterstützt, werden super besucht - fast immer 100 Spender pro Termin. Eine tolle Leistung für Hagenow. Für Wittenburg kann ich auch nur Lob verteilen, beim letzten Termin im September 2009 kamen 116 Spender zur Blutspende - einfach toll", freut sich Dr. Berit Quaß, die Direktorin des Institutes für Transfusionsmedizin Schwerin. Und erwähnt an dieser Stelle auch die sehr gute Zusammenarbeit mit Boizenburg, Ludwigslust und Zarrentin.

Für die Zukunft werden aber laut der Direktorin des Transfusionsinstitutes noch mehr Spender benötigt. "Die jungen Menschen bis 30 wandern ab, somit ist die Werbung ab 50 Plus auch für die Blutspende hoch aktuell. Die Zahl der älteren Mitmenschen und Kranken steigt stetig - bei einer derartigen Entwicklung wird ohne Spenderzuwachs in der Gruppe 50 Plus selbst die Notfallversorgung knapp", so Dr. Berit Quaß.

Deshalb geht auch der Aufruf an alle, die sich gesund fühlen, das 60. Lebensjahr noch nicht erreicht haben, sie sollten einfach zum nächsten Blutspendetermin kommen. Bei allen Spendern, die sich viermal im Jahr Blut abnehmen lassen, sinkt das Risiko, einen Herzinfarkt zu bekommen, um 85 Prozent. Das belegen Studien aus den USA und Schweden.

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