zur Navigation springen
Lokales

11. Dezember 2017 | 20:07 Uhr

Gelingt Postlern der 20. Derby-Sieg?

vom

svz.de von
erstellt am 21.Mai.2010 | 08:02 Uhr

Schwerin/Rostock | Das Beste kommt zum Schluss! Mit dem Mecklenburg-Derby zwischen Gastgeber Post Schwerin und dem HC Empor Rostock wird heute Abend so gegen 19.30 Uhr der Schlussstrich unter die Spielzeit 2009/10 in der 2. Handball-Bundesliga der Männer gezogen. An den Tabellenplätzen ändert diese Partie diesmal freilich nichts mehr. Die Postler sind und bleiben Dritte, die Küstenstädter Fünfte. Dennoch und trotz der Pfingstfeiertage sind im Vorverkauf bereits über 2100 Tickets abgesetzt worden. Das Erzrivalen-Duell hat etwas Magnetisches.

In der Jubiläums-Auflage - der 75. - dieses regionalen Handball-Klassikers steckt ja auch genügend Pfeffer drin. Dafür sorgte allein schon das Hinspiel. Am 18. Dezember vergangenen Jahres betrieb der HCE regelrecht Hasenjagd und zog beim 40:28 den Postlern das Fell über die Ohren. "Schwerin wird darum ein bisschen auf Revanche sinnen", mutmaßt nicht nur Rostocks Trainer Lars Rabenhorst.

Und in der Tat waren die Landeshauptstädter scharf auf das Rückspiel beim Derby aller MV-Derbys. Ja, man ist es auch jetzt noch. Doch die Verletzungs-Vorzeichen stehen nicht zum besten. Am Donnerstag wurde Post-Torjäger Ingo Heinze in der Schweriner Helios-Klinik an der rechten Wurfhand operiert. Der 28-Jährige hatte sich vor Wochenfrist beim Spiel in Hamm eine Daumenverletzung zugezogen und muss nun fürs erste drei Wochen lang eine Gipsschiene tragen. "Ich habe nur noch zwölf Leute und bin damit nur bedingt einsatzbereit", verkündet Schwerins Trainer Dirk Beuchler. Da auf der Gegenseite mit "Bruna, Ehlers, Thormann und Todosijevic die komplette Rückraumreihe zur Verfügung steht, ist Empor eher Favorit als wir". Wichtig werde darum aus Schweriner Sicht sein, "dass die Abwehr kompakt steht und Igor (Levshin - d. A.) im Tor einen guten Tag erwischt" (Beuchler). Mit Blick auf das 28:40 im Dezember hätten "alle Spieler etwas gutzumachen. Und ich weiß, sie gehen alle ehrgeizig ins letzte Spiel der Saison." Das wird auch vonnöten sein, um in der Derby-Siegesbilanz endlich die "Teenager-Zahlen" zu verlassen. Bisher stehen seit 1970 den 48 Niederlagen nämlich erst 19 Post-Erfolge gegenüber.

Doch Rabenhorst hat einen Lieblingsgegner: Post Schwerin. Als Empor-Spieler hat er nicht verloren und als Coach auch erst einmal. Im Herbst 2008 beim 23:28 in Schwerin. Und an der Waterkant ist man wieder guter Dinge. "Bei Schwerin muss man die Achse Torwart, Heinze und Außen im Griff haben. Dazu Riediger am Kreis. Wenn jetzt einer ausfällt, ist es natürlich leichter", meint Lars Rabenhorst, der "einen Sieg in Schwerin als Bestätigung für die Saison" gerne mitnehmen würde. Zumal Rabenhorst gar auf den Einsatz der als verletzt gemeldeten Jens Dethloff und Michael Köhler hofft.

Einen Empor-Sieg heute mag man sich beim SV Post gar nicht ausmalen. "Ein Derby auf der Habenseite zu haben, da wäre ich schon froh", sagt Schwerins Manager Norbert Henke. Dass die Postler trotz ihrer ellenlangen Verletztenliste im Rückraum durchaus aus der Not eine Tugend machen können, bewies die Partie beim Erstliga-Aufsteiger Hamm. Da gestaltete man beim 24:29 die zweite Hälfte, ohne Heinze, pari-pari (12:12). Und in den Spielen zwischen Post und Empor zählen sowieso in erster Linie Leidenschaft und Siegeswille.

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen