Geld und Helfer fehlen

Rundgang in Lichtenhagen: Jan Eisenberg (Grünamt), Helga Stolle, Dr. Adelheid Peverstorf (Ortsbeirat), Ortsamtsleiter Diether Roxin, Marina Kuligowski (Grünamt), Maja Wöst (Ortsbeirat), Ute Reimers (Umweltamt), Martina Lentz (Umweltamt) Helga Holz (Ortsbeirat), Fred-Jürgen Büchner (Ortsbeirat) sprechen über Kritikpunkte. Es fehlt ein Vertreter des Denkmalpflegeamtes. Maria Pistor
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Rundgang in Lichtenhagen: Jan Eisenberg (Grünamt), Helga Stolle, Dr. Adelheid Peverstorf (Ortsbeirat), Ortsamtsleiter Diether Roxin, Marina Kuligowski (Grünamt), Maja Wöst (Ortsbeirat), Ute Reimers (Umweltamt), Martina Lentz (Umweltamt) Helga Holz (Ortsbeirat), Fred-Jürgen Büchner (Ortsbeirat) sprechen über Kritikpunkte. Es fehlt ein Vertreter des Denkmalpflegeamtes. Maria Pistor

Der Lichtenhäger Brink ist das Markenzeichen des Stadtteils. Eine grüne, autofreie Oase mit Platz zum Verweilen. Seit Jahren häuft sich die Kritik am Zustand. Deshalb gab es einen Lokaltermin mit Vertretern von Fachämtern. Es fehlt an Geld und Personal, während die Anzahl der Flächen steigt.

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12. August 2009, 09:01 Uhr

Rostock | 32 Mängel stehen auf dem Zettel, die Ortsamtsleiter Diether Roxin im Auftrag des Ortsbeirats und der Bürger aufgeschrieben hat. Das Hochbeet am Eingang des Brinks ist der erste Punkt. Es befindet sich in der Obhut des Gemüsehändlers. Die Tatsache ist vertraglich geregelt, weiß Marina Kuligowski vom Grünamt. Aber da die Fläche an so exponierter Stelle am Eingang des Brinks so ungepflegt ist, muss eine andere Lösung gefunden werden. Kaputte Gehwegplatten sind das nächste Übel. Flickschusterei ist das passende Wort. Da der Bereich unter Denkmalschutz steht, werden manche Platten lediglich notdürftig mit Asphalt repariert.

Ein weiteres Übel ist die Spontanvegetation. Das wuchernde Unkraut zwischen Gehwegplatten, an Treppen und Geschäften wird als störend aufgezählt.

Jedes Jahr kommen 19 Hektar dazu"700 Hektar Grünfläche hat die Stadt, 19 bekommen wir jährlich durch neue Wohngebiete in unsere Verantwortung dazu", erklärt Kuligowski. Was das Grünamt nicht gleichzeitig in dem Paket der Mehrarbeit erhält, sind neue Leute und Geld. "Wir schämen uns manchmal als Grünamt, dass wir nicht mehr tun können, aber unsere finanziellen Mittel und personellen Möglichkeiten sind beschränkt", sagt sie. In manchen Fällen ignorieren Wohnungseigner die Anliegerpflichten.

Es geht weiter am Brink: Die Hundetoilette ist defekt und so nicht mehr nutzbar. Martina Lentz vom Umweltamt dokumentiert den Zustand. "Ich werde sehen, ob wir im Bestand eine haben oder diese reparieren können", sagt die Sachgebietsleiterin. Auch nahe des Lichtenhäger "Nordlicht" finden sich etliche Defizite. Die Treppe, die vom Brink hinführt, ist zugewachsen. "Das ist nicht schön, aber sie ist nutzbar", sagt Kulikowski. Auf der Rückseite zur Schule fehlen neben dem Gebäudekomplex zwei Gehwegplatten, die Stolperfallen sind. Noch gefährlicher ist der Wildwuchs neben dem Fußgängerweg zum "Nordlicht". Da ist das Buschwerk so hoch, dass Kinder nicht mehr sicher die Straße überqueren können, weil sie nichts sehen. "Das muss dringend geschnitten werden", sagt Jan Eisenberg, Abteilungsleiter im Grünamt. An der Ecke Husumer Straße weist Ortsbeiratsmitglied Renate Holz auf den ungepflegten Zustand hin. Was wie eine Wildkräuterwiese wirkt, ist meterhohes Unkraut, das aus den Steinplatten wuchert.

Das Fazit am Ende des Rundganges stimmt alle wenig optimistisch: Sie haben die Mängel gesehen. Nur wenige können abgestellt werden. Und mit einem so knappen Budget, wie es die Hansestadt für den Bereich hat, kann nur das Notwendigste realisiert werden.

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