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Lokales

19. Oktober 2017 | 09:20 Uhr

Geld für Prignitzer Energiekonzept fehlt

vom

svz.de von
erstellt am 06.Jun.2011 | 07:14 Uhr

Prignitz | Ein vom Landkreis ausgearbeitetes Gesamtkonzept zur Energieversorgung und ökologischen Stromerzeugung wird es nicht geben. Darüber informierte Edelgard Schimko, Geschäftsbereichsleiterin für Wirtschaft, Bau und Kataster der Kreisverwaltung, auf der letzten Sitzung des kreislichen Bau- und Wirtschaftsausschusses.

"Auf der Kreistagssitzung am 19. Dezember 2010 haben die Abgeordneten beschlossen, ein derartiges Energiekonzept ausarbeiten zu lassen. Bedingung war aber, dass es vom Land dafür Fördermittel gibt", so Schimko. Aus Potsdam habe der Kreis aber kürzlich die Information erhalten, dass nur kommunale Energiekonzepte - Beispielsweise im RWK mit dem Projekt PEA - oder jene, die in Regie regionaler Planungsgemeinschaften ausgearbeitet werden, bezuschusst werden.

Fehlende Expertise in der Verwaltung

"Damit ist der Beschluss ad absurdum geführt, denn aus dem Kreishaushalt ist ein derartiges Konzept momentan nicht zu finanzieren", bilanziert Edelgard Schimko und verweist auf die notwendige Expertise. "In der Verwaltung haben wir keine Energieexperten, aber nur die können eine fundierte Zusammenstellung und Auswertung der Daten bewerkstelligen."

Während kommunale Energiekonzepte im Kreis schwerpunktmäßig flächenbezogen seien und Möglichkeiten für Solar- Wind- und Biomassekraftwerke ausloten, sollte das Kreiskonzept vor allem auf Energieeffizienz in der Verwaltung fokussiert sein.

Trotz der finanziellen Absage muss sich die Kreisverwaltung weiterhin mit diesem Thema beschäftigen. "Alle fünf regionalen Planungsgemeinschaften, also auch die für den Bereich Prignitz-Oberhavel, müssen Konzepte zu ihrer Energieversorgung ausarbeiten und statistische Daten liefern", erklärt Edelgard Schimko. "Auf dieser Basis wird dann das Gesamtenergiekonzept für das Land Brandenburg erstellt."


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