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Lokales

22. November 2017 | 21:44 Uhr

Geld für Jugendhilfe: Politik rudert zurück

vom

svz.de von
erstellt am 24.Jan.2011 | 07:28 Uhr

Rostock | Jetzt soll es sie doch noch geben - die Prioritätenliste für die diesjährigen Leistungen der Kinder- und Jugendarbeit in Rostock. Heute entscheidet der Jugendhilfeausschuss darüber, ob er seinen Beschluss aus der Sitzung vor gut zwei Wochen wieder aufhebt und damit den Weg frei macht für eine Rangfolge, in der das Geld für Projekte ausgereicht wird. "Das Problem ist: Wenn es keinerlei Abstufung unter den Projekten gibt, fehlt dem Jugendamt jegliche Handhabe, um die Gelder überhaupt auszuzahlen", sagt Conny Proske (SPD), die für die heutige Sitzung einen Dringlichkeitsantrag eingebracht hat. Für die Trägervereine entstehe so eine gefährliche Lage. "Das Risiko ist sehr groß, dass wir Träger in die Insolvenz laufen lassen, oder dass dort Mitarbeiter gekündigt werden müssen", sagt Proske zur Begründung ihres Vorschlags, den alten Beschluss aufzuheben.

In der Debatte um die Kategorisierung der einzelnen Projekte hatte der Ausschuss zuletzt auf stur geschaltet und die Anträge aller Träger als "dringend notwendig" und "notwendig" eingestuft. Die Reihenfolge innerhalb der Prioritätengruppen wurde außer Kraft gesetzt - die von der Verwaltung ausgearbeitete Reihenfolge somit hinfällig.

Für dieses Jahr stehen in Rostock insgesamt fünf Millionen Euro für die Kinder- und Jugendarbeit zur Verfügung. Dass das Geld nicht für alle beantragten Projekte reicht, ist lange klar. Mit seiner Entscheidung wird der Jugendhilfeausschuss heute zeigen, wie es für viele Träger weitergeht.

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