zur Navigation springen

Gehweg sehr schmal, drauf radeln dennoch gestattet?

vom

svz.de von
erstellt am 17.Aug.2010 | 05:35 Uhr

Perleberg | Der Gehweg in der Max-Viereck-Straße ist recht schmal gehalten. Dennoch erlaube man laut Verkehrsschild, dass Radfahrer und Fußgänger sich ihn teilen. Gleiche Situation Am Hohen Ende. Anderswo, wo die Gehwegbreite ausreiche, müssen Radfahrer dennoch die Seite wechseln, so an der Kreuzung Wilsnacker-Straße/August-Bebel-Straße, führt Klaus Herpich, Abgeordneter der Linkspartei, ins Gefecht. Grund genug nachzufragen, ob das auch wahrhaftig der Weisheit letzter Schluss ist.

"Ist es", so auf einen kurzen Nenner gebracht Robert Kaczmierczak, zuständig für Verkehrsangelegenheiten in der Stadt. Besagte Beschilderung für Radler in der Max-Viereck-Straße ist mit dem Schild Einfahrt verboten gekoppelt. Für den Radfahrer heißt das, dass er auf der Fahrbahn und nicht auf dem Gehweg die Straße auch entgegen der Einbahnstraßenregelung befahren darf. In der Karl-Marx-Straße hingegen sagt die Beschilderung unmissverständlich, dass Radler den Gehweg benutzen müssen, ihn sich mit den Fußgängern teilen.

Etwas verwirrend mutet die Regelung von der August-Bebel-Straße in Richtung Kreuzung Berliner Straße an. Vom Bahnhof kommend, bietet die August-Bebel-Straße beidseitig einen Radweg. Doch spätestens in Höhe der Ampel Wilsnacker Straße muss der Radler, der in Richtung Berliner Straße weiter möchte, von der Netto-Seite auf die andere Straßenseite wechseln. "Das ist eine Frage der Sicherheit, denn der Bahnübergang ist nur in Fahrtrichtung entsprechend auch mit einer kombinierten Fußgänger- und Radlerampel ausgestattet." Gleiche Situation auf der anderen Seite und sie findet ihre Fortsetzung bis hoch zur Berliner Straße. Das heißt, auch der Haltestrich an der Ampel in Höhe der Schule hat seine Bewandtnis. Im Klartext: Zeigt die Ampel rot, gilt das auch für Radfahrer. "Hier spielt vor allem die Schulwegsicherung eine wesentliche Rolle", betont der Verkehrsfachmann. Eine andere Regelung wäre nur mit einer erheblichen baulichen und verkehrstechnischen Umgestaltung machbar, was große Kosten verursacht. Zudem würde die Sicherheit vor allem der Kinder in Frage gestellt. "Es ist ein aufeinander abgestimmtes Konzept, was hier umgesetzt wurde", so Robert Kazmierczak.

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen