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Serie: "Urlaub vor der Haustür" : Geheimtipp: Kunsthaus Bützow

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Längst ist das Kunsthaus Bützow zu einem Geheimtipp unter Kunstschaffenden des Landes geworden. Das Haus ist ein ständiger Ausstellungsort für Künstler aus Bützow und der Region.

Bützow | Das Kunsthaus in Bützow ist fast so wie sein zweites Zuhause. Dort jedenfalls trifft man Frank Chlouba immer wieder an. Sei es bei notwendigen Arbeitseinsätzen, um aus dem einstigen Wohn- und Geschäftshaus einen Anziehungspunkt für die Kunst zu schaffen, sei es bei Ausstellungseröffnungen oder wenn er malen möchte. Wenn zu Pfingsten zur landesweiten Aktion "Kunst: offen" gerufen wird, öffnen sich auch die Türen in der Langestraße 20, dann wird dort eine Sonderschau mit Werken von Frank Chlouba zu sehen sein.

Längst ist das Kunsthaus Bützow zu einem Geheimtipp unter Kunstschaffenden nicht nur der Region, sondern des Landes geworden. "In dieser Ecke von Mecklenburg war ich noch nie", sagte Joachim Lautenschläger, als im Frühjahr eine Sonderschau des renommierten Malers und Grafikers in Bützow eröffnet wurde. Aus Zachow bei Neubrandenburg war Lautenschläger erstaunt und angetan von dem großen und fachkundigen Publikum, das zur Vernissage erschienen war. Einmal mehr war das Konzept von Werner Zießnitz aufgegangen, das er seit nunmehr drei Jahren umsetzt.

Damals, 2007, entstand die Idee. In jenem Jahr am letzten Augustwochenende, immer dann, wenn die Bützower Gänsemarkttage Besucher aus nah und fern rufen, hatte Werner Zießnitz dort eine Ausstellung präsentiert. Danach ließ ihn der Gedanke nicht mehr los, so etwas dort zu einer ständigen Einrichtung werden zu lassen - zum Bützower Kunsthaus. Mitstreiter fand er unter seinen Künstlerkollegen. Aber auch bei der Stadt, die dadurch einem maroden Haus wieder Leben einhauchte, und im Bildungsverein Steinhagen, der seine Lehrlinge zeigen ließ, was sie können. Schließlich wurde der dfb - der Demokratische Frauenbund - Träger des Kunsthauses. Fußböden mussten weichen, alte Holzfußböden kamen wieder zum Vorschein, Wände mussten neu verputzt und gestrichen werden.

Das Haus ist jetzt zu einem ständigen Ausstellungsort für Künstler aus Bützow und der Region geworden. Ihre Werke sind vor allem im Obergeschoss zu sehen. Das Parterre bietet Raum für wechselnde Ausstellungen, bei denen nicht nur die Werke regionaler Künstler gezeigt werden, sondern sie kommen aus verschiedenen Städten Deutschlands.

Mittlerweile sind die Akteure um Werner Zießnitz sogar in den Keller hinabgestiegen. Dort, wo einst die Kohlen der Mieter lagerten, zeigt sich jetzt ein wunderschöner Gewölbekeller aus roten Backsteinen. Dafür mussten rund 25 Kubikmeter Ruß, Dreck und alte Möbel weggeräumt werden. Die Idee: Skulpturen ausstellen.

Doch das Kunsthaus ist nicht nur ein Ort, an dem man Kunst genießen kann. Er bietet auch Raum, in dem sich u.a. Hobbymaler regelmäßig treffen, um ihre Leidenschaft zu frönen, ihre Technik zu verbessern und zu verfeinern, neue Inspirationen zu erfahren. Das zu vermitteln, auch da ist Werner Zießnitz ganz in seinem Element.

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erstellt am 02.Jun.2011 | 01:03 Uhr

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