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Lokales

15. Dezember 2017 | 01:56 Uhr

Gefragte Drahtgitter aus Wolfshagen

vom

svz.de von
erstellt am 24.Mai.2010 | 07:50 Uhr

Wolfshagen | Erst im vergangenen Jahr war in der Wolfshagener Draht- und Metallverarbeitung GmbH (WDM) eine neue Produktionshalle in Betrieb genommen worden, und nun wird es erneut eng. Das Unternehmen investiert rund 2,5 Millionen Euro bis Ende 2011. Geplant ist vor allem eine neue Halle. "Denn wir haben ein logistisches Problem, die Endfertigung, wo die Gitter versandfertig gemacht werden, platzt aus allen Nähten", beschreibt Hans Dedek, einer der beiden Geschäftsführer. Zudem soll mit der neuen Halle mehr Lagerfläche geschaffen werden. Denn entgegen anderer Unternehmen ist die Krise an Wolfshagen offenkundig vorbei gegangen. "Im Gegenteil, unsere Auftragsbücher sind gut gefüllt", macht der zweite Geschäftsführer Ernst Hüffmeier deutlich. So soll die neue Halle denn auch bis zum Herbst fertig sein.

Etwa 30 000 Artikel werden derzeit in Wolfshagen gefertigt, zu 95 Prozent Drahtgitter der verschiedensten Varianten. "Darin liegt unsere Stärke. Wir produzieren auf Kundenwunsch schnell auch in geringeren Losgrößen, sind äußerst flexibel", macht Dedek deutlich. Vor allem in den vergangenen zwei Jahren, als andere Wirtschaftsbereiche von der Krise geschüttelt wurden, konnte sich Wolfshagen damit am Markt behaupten, die Produktion gar noch weiter ausbauen. Einen wichtigen Absatzposten macht dabei der Export aus, vor allem nach Nordeuropa, aber auch nach Österreich oder in die Schweiz. "Wir sind gut aufgestellt, haben schon Ideen für die kommenden fünf Jahre", blickt Hüffmeier voraus. So hat das Unternehmen derzeit 106 Mitarbeiter. Dazu kommen in Schwerpunktzeiten bis zu 15 Leiharbeiter.

Die Unternehmensspitze habe also auch "eine große Verantwortung für die Beschäftigten", wie Hüffmeier erklärt. Deshalb werde nicht nur in die neue Halle investiert und auch in neue Technik, sondern ebenso in den Sozialtrakt. So sei neben der Erweiterung von Aufenthalts- und Duschräumen auch ein Fitnessraum geplant. "Wir haben schon in den zurückliegenden Jahren viel für die Mitarbeiter getan wie beispielsweise mit der Rückenschule. Das soll jetzt noch intensiviert werden. Erstmalig führen wir in diesem Jahr Gesundheitstage durch", berichtet Hüffmeier. Auch der Fitnessraum soll der Gesunderhaltung der Mitarbeiter dienen, neben Besprechungsmöglichkeiten mit dem Betriebsarzt auch eine Massageliege und "eventuell ein Ruder-Fitnessgerät" bieten, zählt der WDM-Geschäftsführer auf.

Bereits fertig gestellt ist der neue Parkplatz für die Mitarbeiter, denn die meisten kommen von außerhalb. "Unser Radius liegt mittlerweile bei 40 Kilometern, klärt Dedek auf. Noch in Bau befindet sich der neue Fahrradunterstand für die, die es nicht ganz so weit bis zur Arbeitsstelle haben.

Zufriedene und gut ausgebildete Mitarbeiter sind der Unternehmensspitze wichtig. Das Konzept scheint aufzugehen, der Altersdurchschnitt im WDM liegt bei 38 Jahren. Das aber vor allem auch Dank der Nachwuchsarbeit. Gerade haben zwei junge Leute ausgelernt, vier weitere befinden sich in der Ausbildung zum Mechatroniker bzw. Industriekaufmann. Im Gegensatz zu anderen Unternehmen scheint man in Wolfshagen keine Probleme zu haben, geeignete Schulabgänger zu finden. "Aber wir beginnen auch sehr früh mit der Auswahl, bieten Ferienarbeit und Berufspraktika", macht Dedek deutlich. "Bei uns beginnt die Auswahl der Auszubildenden 2011 in diesem Jahr im September". In die Überregionale Werbung geht das Unternehmen jetzt auch, beteiligt sich an der neuen Ausbildungskampagne der Industrie- und Handelskammer Potsdam. Die lässt Werbespots drehen. In Wolfshagen wird die Mechatroniker-Ausbildung vorgestellt. "Das kostet zwar Geld, aber das ist es uns wert", so Hüffmeier.

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