Gefiederte Schönheiten

Seine schönste prämierte Taube zeigt Hubert Pölkow einer Besucherin der Ausstellung. Reinhard Klawitter
Seine schönste prämierte Taube zeigt Hubert Pölkow einer Besucherin der Ausstellung. Reinhard Klawitter

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30. November 2009, 08:48 Uhr

Weststadt | Am Wochenende erfüllte ein einziges Gurren den Saal der Seeterrassen am Lankower See. Es kam von 171 gefiederten Schönheiten, die 21 Aussteller präsentierten. Für die 92 Brieftaubenzüchter der Reisevereinigung Schwerin war die 12. Brieftaubenausstellung der Abschluss einer erfolgreichen Saison. Gleichzeitig wurden die besten Züchter ausgezeichnet.

Bewertet wurden die Tauben in den Kategorien Leistungstaube und Standard (Schönheitsmerkmale). Bei den Schönheitsmerkmalen geht es vor allem um das Aussehen der Taube, beispielsweise Gefieder, Flügel und Schwanz, die Haltung und natürlich auch um den Gesamteindruck. Bei den Leistungstauben zählt die Zahl der siegreichen Flüge.

In diesem Jahr, in der Flugzeit Mai bis Juli, sind die Tauben insgesamt mehr als 5000 Kilometer weit geflogen. Die weiteste Tour war dabei die von Ciechanow in Polen mit etwa 600 Kilometern. Bei diesem Flug waren 4885 Tauben dabei.

"Brieftaubenzucht übt eine Faszination aus, von der man nicht wieder los kommt, ich selbst bin seit 1982 dabei", so der Züchter Detlef Babenerd, der die Ausstellung organisiert hatte. "Es ist schon ein imposantes Bild, wenn die Tauben sich gleichzeitig in die Luft erheben, einige Male über dem Auflassungsort kreisen und dann mit 100 Stundenkilometern in Richtung Heimat stürmen", sagt der Züchter. Wenn die Vögel den heimatlichen Stall erreicht haben, wird das über das Sig nal des Chip-Ringes am Fuß der Taube von einem Computer registriert, erläutert er die Wettkampfprozedur.

Insgesamt wurden auf der Ausstellung etwa 30 Pokale überreicht. Die wichtigsten Siege erreichte Hubert Pölkow. Der 68-Jährige konnte den besten Standardvogel präsentieren und siegte auch bei den Preisflügen der Alttauben. Bei den Preisflügen der Jungtauben belegte Manfred Polack den ersten Platz, und das beste Standardweibchen präsentierte Rene Schadewaldt.

Trotzdem plagen die Vereine Nachwuchssorgen. Viel Jugend gehe aus der Region weg, für die anderen gebe es viele Möglichkeiten sich zu beschäftigen, und eine Taube sei ein Tier, das man 365 Tage im Jahr versorgen muss, und da sei die Jugend schwer zu begeistern, erzählen die Taubenzüchter. Die Brieftaubensiegerschau sei aber gut gelungen. Im nächsten Jahr ist die Reise v ereinigung Schwerin Ausrichter der Taubenausstellung auf Regionalverbandsebene in Mecklenburg. Dann bewerben sich 700 Züchter um die Pokale.

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