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Bundesforst bereitet Abnahme zahlreicher Bäume in Güstrow vor : Gefahr: Windnester in der Bockhorst

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Entlang der Glasewitzer Chaussee werden im Frühjahr reihenweise Bäume abgenommen. Fast jeder Stamm am Straßenrand trägt bereits eine Markierung. Gleiches gilt auch für einige Recken innerhalb der Bockhorst.

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erstellt am 10.Mär.2011 | 08:26 Uhr

Güstrow | Entlang der Glasewitzer Chaussee zwischen Sportschule und Baumarkt werden im Frühjahr reihenweise Bäume abgenommen. Fast jeder Stamm am Straßenrand trägt bereits eine Markierung. Gleiches gilt auch für einige Recken innerhalb der Bockhorst. "Wir müssen die Sicherheit für die Verkehrsteilnehmer auf der Straße und für die Spaziergänger im Wald gewährleisten", erklärt Wolfram Mieth, Forstamtmann bei der Bundesanstalt für Immobilienaufgaben, Sparte Bundesforst.

Insbesondere an der Glasewitzer Chaussee würden die Bäume - vorwiegend Kiefern, aber auch zwei alte Eichen - besonders im Kronenbereich Schäden aufweisen. Viel Totholz deute darauf hin, dass die Vitalität der Bäume gelitten hat. "Ein Sturm könnte sie umwerfen," fürchtet der Forstamtmann. Eine der beiden Eichen hat sich schon bedrohlich in Richtung Straße geneigt. Eine Ursache für die Entwicklung sieht der Forstamtmann beim Einsatz von Streusalz. Das Salz werde letztlich über den Straßerand hinaus gespült. Im vergangenen Sommer, so berichtet Mieth, habe man bereits bei akuter Gefahr eingreifen müssen. Jetzt wolle man auf dem Abschnitt generell für Sicherheit sorgen. "Bei aller Liebe zu und Freude an Gehölzen ist es notwendig", betont Mieth.

Die Ausschreibung laufe. Gesucht werde ein forstwirtschaftliches Lohnunternehmen, das die Arbeiten ausführt. Das solle so schnell wie möglich passieren. Einen Termin kann Mieth aber noch nicht nennen. Auf jeden Fall, so bestätigt er, müsste die Straße während der Arbeiten halbseitig gesperrt werden.

Auch innerhalb der Bockhorst müssen Bäume abgenommen werden. Mieth spricht in erster Linie von Bruchnes tern. Bei Sturm umgestürzte Bäume reißen weitere mit und verkeilen sich ineinander. Auch wenn sich diese Bruchnester nicht an Wegen befinden, müssten sie dennoch entfernt werden. "Es kann auch mal jemand - vielleicht dem Hund hinterher - durch den Wald laufen", denkt sich der Forstamtmann. Um ein effektives Arbeiten zu ermöglichen, müssten hier zwei Rückegassen angelegt werden. Darüber hinaus sei auch an den Wegen hier und da für Sicherheit zu sorgen.

Die Bundesforst betrachtet den Wald in Güstrow-Bockhorst weniger als Wirtschaftswald, sondern mehr als Naherholungsgebiet. "Es geht hier nicht um Holzeinschlag," betont Mieth. Verwertbare Stämme würden abtransportiert werden, andere und insbesondere Totholz lasse man im Wald liegen. "So kann sich Humus entwickeln. Pilze und allerlei Insekten finden Lebensraum", erklärt der Forstamtmann. Ein Stück weit dürfe sich die Natur in der Bockhorst ihre eigenen Wege bahnen und so in gewisser Weise auch eine parkähnlichen Charakter entwickeln.

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