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Gefährliche Kreuzung Thema in Unfallkommission

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erstellt am 31.Aug.2010 | 07:24 Uhr

Wittenberge | Ein Toter, mehrere Verletzte und tausende Euro Sachschaden - das ist die Unfallbilanz der Kreuzung Bentwischer Weg/ B 189. Zwar ist man in der Stadtverwaltung besorgt über die Häufung von Unfällen, doch fällt die Kreuzung in die Zuständigkeit des Landesbetriebes Straßenwesen.

"Bisher wird die Kreuzung noch nicht als Unfallschwerpunkt behandelt", sagte Uwe Karger vom Wittenberger Ordnungsamt auf "Prignitzer"-Nachfrage. Diese Aussage bestätigt auch die Polizei. "Die meisten Unfälle in den letzten Jahren konnten auf menschliches Versagen zurückgeführt werden", ergänzt Polizeisprecherin Bianca Krege. "Vor allem Rotlichtverstöße der Fahrzeugführer, die aus Richtung Stendal nach Perleberg fahren, haben wir als Ursache für die Unfälle registriert."

Neue Leuchtmittel in LED-Technik

Dieses Problem hat der Landesbetrieb Straßenwesen bereits zu lösen versucht. "Im vergangenen Jahr wurden die herkömmlichen Leuchtmittel durch solche in LED-Technik ersetzt, die auch bei starkem Sonnenlicht besser zu erkennen sind", erklärt Karl-Heinz Dürr, Bereichsleiter Betrieb und Verkehr. "Zudem wurden im Boden neue Induktionsschleifen verlegt, die die Ampel bedarfsgerecht steuern, und auch die Beschilderung entsprechend angepasst."

Trotzdem würden viele Fahrer nicht nah genug an die Haltelinie heran fahren, so dass die Linksabbieger ampeln entsprechend auf Rot blieben und der Eindruck entstehe, die Ampel sei defekt. "Dann fährt mancher einfach los, und es kracht."

Wolfgang Peter, Leiter der Prignitzer Kreisunfallkommission, sieht ein anderes Problem in der Linksabbiegerspur. "Nicht selten wird die Spur von Leuten, die eigentlich geradeaus fahren wollen, als ,Pole Position genutzt, indem sie bei Grün stark beschleunigen und wieder auf die Geradeausspur ziehen."

Beratung über weiteres Vorgehen

Angesichts der Tatsache, dass es an dieser Stelle auch 2010 bereits viermal gekracht hat, ist die Kreuzung Thema auf der Sitzung der Kreisunfallkommission am 15. September. "Wir werden uns die Unfallauswertungen der Polizei anschauen und auf dieser Basis entscheiden, wie hier weiter zu verfahren ist", so Wolfgang Peter.

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