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Lokales

23. August 2017 | 08:26 Uhr

Geburtstagsfeier im Schlosspark

vom

Roggendorf | Auf eine kulturelle und kulinarische Erlebnistour können sich die Menschen der Schaalseeregion und Gäste aus ganz Norddeutschland freuen. Am Sonnabend, 11. September, laden die Stiftung Biosphäre Schaalsee, das Amt für das Biosphärereservat Schaalsee und das Bildungszentrum Nordost zu einem Fest am Roggendorfer Schloss ein. "Auf große Reden wird verzichtet. Hier dürfen sich die Besucher über all das freuen, was ihre Region ausmacht", so der Leiter des Biosphärenamtes Klaus Jarmatz bei der gestrigen Präsentation des Kulturprogramms.

Inhaltlich reichen die Darbietungen zwischen 11.30 und 20 Uhr von Parkführungen, Plattdeutsche Bühnenauftritten über Puppentheater, Ballettvorführungen bis hin zum Jazz am Abend auf der Außenbühne. Ein Markt mit regionalen Produkten, eine Wissensrallye, Auftritte der Elfenschule Neuenkirchen, Streitaxtwerfen und Wikkingerspiele runden das Programm mit Gesangsdarbietungen des Chores vom Gymnasium Gadebusch und klangvollen Stücken der Kreismusikschule "Carl Orff" ab (Programm: Infospalte).

Grund zum Feiern gibt es allemal: Vor zehn Jahren nahm die Unesco die Schaalseeregion mit auf die Liste der 15 bedeutendsten Biosphärenreservate. "Eine Auszeichnung und Verpflichtung zugleich", meint Jarmatz. Ein Gremium prüft derzeit die Voraussetzungen zur Titelbestätigung. Glücklicherweise gebe es zahlreiche Menschen, die den Biosphärengedanken mit Leben erfüllen und es letztlich an der Etablierung einer völlig neuen Marke in Deutschland und der EU mitgewirkt haben. Somit liegt nahe, dass die Mecklenburger Schaalseelandschaft ihr Gütesiegel an der Seite weiterer 530 Biosphärenreservate in 108 Ländern in der Welt behält.

An Ideen und ehrgeizigen sowie zukunftsträchtigen Projekten mangelt es mit der Vorstellung der Studie zur Gestaltung des Roggendorfer Parkes und der Renaturierung des Moores nicht. K.D. Schnoor, Geschäftsführer vom Bildungszentrum Nordost: "Ich bin stolz, dass unser Haus und damit Roggendorf Gastgeber sind." Er freue sich auf das Fest und eine weitere Zusammenarbeit. Und: "In Zukunft können wir mit dem Roggendorfer Moor Natur pur und einen in Anlehnung an die Ideen der ehemaligen Schlossarealbesitzer wieder gestalteten Park entdecken und Gästen ein weiteres Angebot präsentieren", verdeutlicht Schnoor.

Damit steht fest: Der Dornröschenschlaf im Gutspark geht zu Ende. Daran dürften neben Ideengeber Detlef Mohr am Sonnabend kommender Woche Inka Wilden und Elmar Roetz mit "Jazz am Abend" weiteren Anteil nehmen. Ihr musikalischer Auftritt schafft einen klangvollen Rahmen zur Gestaltung eines Abends, der bei einem Glas Wein mit inspirierenden Gesprächen seinen Ausklang findet.

Den Grundstein für das Biosphärenreservat legte die Volkskammer der DDR. Am 12. September 1990 verabschiedete sie auf ihrer letzten Tagung ein entsprechendes Gesetzeswerk zum Schutz der besonderen Landschaft im Osten Deutschlands. Aus dem Naturpark Schaalsee entwickelte sich die Biosphäre, ein auf den Erhalt von natürlichen Ressourcen ausgerichteter Wirtschaftsraum. Ein Anliegen, welches der ehemalige Bundespräsident Richard von Weizsäcker 1990 bei seinem Besuch des Schaalsees mit beflügelte, erinnert sich Jarmatz.

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erstellt am 03.Sep.2010 | 07:47 Uhr

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